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Döbeln Rohbau steht: Fensterfronten bis zum Boden
Region Döbeln Rohbau steht: Fensterfronten bis zum Boden
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19:14 10.10.2017
Baustellenbegehung mit Handwerkern, Bauherren und späteren Nutzern (v.links): Philipp Langner, Alexandra Lohse, Erik Träger, Frank Lohse und Diana Fischer. Quelle: Foto: Sven Bartsch
Leisnig

Der Rohbau steht und ist von oben dicht – das Hospiz am Leisniger Hasenberg steuert auf eine wichtige Etappe zu: Für Freitag 16 Uhr wird zum Richtfest auf das Baugelände eingeladen.
Bisher ist einiges geschehen, was sowohl den Verein Lebenszeit als auch die gemeinnützige GmbH Lebenszeit auf ihrem Weg zum Hospizbetreiber Stück für Stück vorwärts bringt.

http://lebenszeit-ev.de/

So hat das Unternehmen den Firmensitz mittlerweile seinen Sitz am Hasenberg Nummer 9. „Dorthin können Interessenten ab jetzt Bewerbungen senden, die beispielsweise als Kranken- und Gesundheitspfleger, Altenpfleger oder Pflegehilfskraft einmal im Hospiz arbeiten möchten“, so Diana Fischer. 16 Fachkräfte und drei Hilfskräfte sollen einmal am Hasenberg beschäftigt werden.

Öffentlicher Arbeitseinsatz für den Park

Als Vorsitzende des Vereins Lebenszeit steht sie sowohl mit dem Investor des Hospizbaus Frank Lohse und dessen Frau Alexandra in Verbindung als auch mit dem Geschäftsführer der gemeinnützigen GmbH, Matthias Kretschmer. Alle zusammen laden für den Freitag zum Richtfest ein.

Wer etwas tun möchte, um das Vorhaben tatkräftig zu unterstützen, kann sich den Sonnabend Vormittag vormerken. Dann wird zum Arbeitseinsatz auf das Gelände eingeladen. Denn während die Bauarbeiter im und am Gebäude alle Hände voll zu tun haben, muss auch das mehrere tausend Quadratmeter große Gelände auf Vordermann gebracht werden. Dort soll einst eine parkähnliche Anlage entstehen. Dafür muss das bisherige Grün zur Räson gebracht werden. Am Sonnabend ab 9 Uhr ist deshalb jeder willkommen, der dabei helfen möchte. Am besten wird Werkzeug für den beherzten Heckenschnitt gleich mitgebracht.

Ankommen und erst einmal Durchatmen

Am Freitag wird dem Bauwerk die Richtkrone aufgesetzt. Im Inneren des mehr als 50 Meter langen Gebäudes ist in den Grundzügen bereits zu erkennen, was sich hier in welchen Größenordnungen abspielen wird. Wer das Gebäude betritt, findet sich in einem sehr großzügigen Eingangsbereich wieder, der zum Aufatmen und Innehalten, also zum Ankommen geschaffen ist. Alexandra Lohse dazu: „Der Besuch eines Angehörigen oder Freundes hier im Hospiz ist für den Gast keine leichte Sache. Auf diese Art von Besuch muss man sich mental besonders vorbereiten.“

Direkter Weg an die frische Luft

Vom Eingangsbereich schaut man geradeaus in den künftigen Aufenthaltsbereich mit einer großen Fensterfront für den Blick ins Grüne. Dort können größere Gesellschaften Platz finden, auch zu einer Geburtstagsfeier. Die zwölf Zimmer der künftigen Bewohner sind alle mit einer großen Glasfront ausgestattet. Die Fenster können nach draußen geöffnet werden, so dass das Pflegebett auf die daran angrenzende Terrasse nach draußen geschoben werden kann. „Uns war das sehr wichtig", sagt Frank Lohse, „so können die Bewohner relativ unkompliziert an die frische Luft gebracht werden, gleich samt Bett.“

Feuerwehr bevorzugt große Fenster als Fluchtweg

Diese Baulösung ist auch die von der Feuerwehr bevorzugte Lösung. Sollte es notwendig sein, wären die Hospizbewohner in einem Notfall schnell aus dem Gebäude und in Sicherheit gebracht. Die Bauphase soll noch bis zum Frühjahr andauern. Die Inbetriebnahme ist für März geplant. Der Winter ist also dem Innenausbau vorbehalten.

Von Steffi Robak

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