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Rohr frei mit Hochdruck am Döbelner Bürgergartenteich

Spezialfirma im Einsatz Rohr frei mit Hochdruck am Döbelner Bürgergartenteich

Eine Oschatzer Kanalreinigungsfirma hat gestern früh im Döbelner Bürgergarten dafür gesorgt, dass das Wasser aus dem unteren Teich wieder ordnungsgemäß abfließen kann. Das hatte zuletzt nicht funktioniert und für Probleme gesorgt.

Die beiden Feuerwehrschläuche, mit denen das Wasser über die verstopfte Stelle aus dem Teich geleitet wurde, können entfernt werden

Quelle: Manuela Engelmann

Döbeln. Als vor knapp zwei Wochen die kleine Insel im unteren Teich des Bürgergartens plötzlich nicht mehr zu sehen ist, war klar: Irgendwas stimmt hier nicht. Normalerweise wird der Spiegel des Teiches, in den über den oberen, großen Teich permanent Wasser aus Bärental- und Beulebach fließt, durch ein Ablaufbauwerk reguliert. Durch ein zwölf Meter langes Rohr wird das Wasser schließlich aus dem Teich geleitet, in eine Verrohrung, die unter der Jacobikirche und Schlachthausstraße entlangführt. An deren Ende kommt es in der Freiberger Mulde an.

Weil offenbar der Abfluss verstopft war, wurde zunächst mit zwei Schläuchen und Technik der Feuerwehr das Wasser aus dem Teich über die verstopfte Stelle in die Verrohrung geleitet und damit der Wasserspiegel abgesenkt. Nun musste eine Spezialfirma ran, um der Ursache der Verstopfung auf den Grund zu gehen und diese zu beseitigen. Michael Thiere und Steffen Haugk von der Oschatzer Firma Kanalreinigung und Umweltschutz Reimann hatten Dank ihrer Kameratechnik die Ursache schnell ausgemacht: Offenbar war bei der Verlegung des Abflusses vor zehn Jahren an einer Verbindungsstelle des Rohres Beton durchgelaufen. Der hatte sich abgesetzt; an der Stelle verfingen sich Unrat und Äste und verdichteten sich zum unüberwindbaren Hindernis für das Wasser.

Solches kam wiederum zum Einsatz, um den überschüssigen Beton zu entfernen. Mit 150 Bar strahlte der zwei Millimeter dicke Strahl das harte Material weg. Zum Vergleich: Zwischen vier und fünf Bar liegen auf einer Wasserleitung. Jetzt kann das Teichwasser erst einmal wieder ungehindert den für ihn vorgesehenen Weg nehmen. Allerdings ist die „Baustelle“ damit nicht abgeschlossen. Die Bilder der Kamerafahrt, die Michael Thiere nach der Freilegung noch durch das Rohr gemacht hat, müssen ausgewertet werden. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass das Rohr vermutlich größere Schäden hat, die behoben werden müssen. Gerd Lauterbach, der als Leiter der Stadtgärtnerei regelmäßig am Teich nach dem Rechten schaut, hofft, dass dies mittels einer Sanierung geschehen kann, für die kein Ausbaggern des Rohres erforderlich ist. „Dann müssten wir den Teich wieder ablassen.“ Und das hatte sich bereits vor zehn Jahren bei Verlegung des Abflusses als nicht ganz einfach und sehr aufwändig erwiesen, weil erstens durch eine Quelle permanent Wasser nachfließt und zweitens auch alle Fische aus dem inzwischen nur noch etwa einen reichlichen Meter tiefen Angelgewässer geholt werden müssten.

Eine der nächsten Amtshandlungen soll das Entfernen des losen Gestrüpps mit Hilfe eines Krans sein. Damit die Bauhofmitarbeiter mit diesem an den Teich herankommen, kommen auch die jetzt abmontierten Geländer an der Abflussstelle erst einmal nicht wieder ran.

Von Manuela Engelmann

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