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Roßwein: Armaturenwerker bangen um ihre Jobs

Wirtschaft Roßwein: Armaturenwerker bangen um ihre Jobs

Die Armaturenwerker in Roßwein haben Angst um ihren Betrieb und um ihren Arbeitsplatz. In einer Belegschaftsversammlung vor einigen Tagen informierte die Betriebsleitung die Mitarbeiter über Umstrukturierungspläne, die das Roßweiner Werk an der Wehrstraße betreffen.

Was für eine Zukunft hat das Roßweiner Armaturenwerk?

Quelle: Sven Bartsch

Rosswein. Die Armaturenwerker in Roßwein haben Angst um ihren Betrieb und um ihren Arbeitsplatz. In einer Belegschaftsversammlung vor einigen Tagen informierte die Betriebsleitung die Mitarbeiter über Umstrukturierungspläne, die das Roßweiner Werk an der Wehrstraße betreffen – und die zumindest einem Teil der Beschäftigten große Sorgen bereiten.

Zum Beispiel soll nach Informationen von Mitarbeitern, die anonym bleiben möchten, eine für den Roßweiner Standort wichtige Produktionslinie an den Hauptstandort nach Gerichshain bei Machern verlegt werden. Am 1. März dieses Jahres verschmolz die Firma Roßweiner Armaturen und Messgeräte mit der Meibes System Technik Gerichshain als aufnehmende Gesellschaft. Zur Meibes Gruppe gehört der Roßweiner Betrieb schon seit über acht Jahren, beide sind Bestandteil des niederländischen Konzerns Aalberts Industries.

Bei der Fusion Anfang des Jahres informierte Meibes darüber, dass die „etablierte Traditionsmarke Roßweiner“ erhalten bleiben und die veränderten Organisationsstrukturen „für Mitarbeiter, Kunden und Dienstleister kaum spürbar“ sein sollen. Zumindest was die Mitarbeiter in Roßwein angeht, scheint das so nicht mehr zuzutreffen. „Es ist denkbar, dass Kollegen mit dem Umzug der Produktionslinie ein Arbeitsplatz in Gerichtshain angeboten wird. Aber auch betriebsbedingte Kündigungen sind von der Geschäftsführung nicht ausgeschlossen worden“, berichtete ein Armaturenwerker von der Betriebsversammlung.

Das Management von Meibes System-Technik bestätigte auf Anfrage der DAZ lediglich, dass es eine Betriebsversammlung gegeben hat. Zum Grund will es sich nicht äußern: „Bitte verstehen sie, dass wir aufgrund der Wahrung von Firmengeheimnissen keine Detailinformationen zur Verfügung stellen“, lässt die Geschäftsleitung über eine Assistentin ausrichten. Worauf das Management aber noch hinweist, ist, dass die Meibes-Mitarbeiter, die sich an die Presse gewandt haben, „Informationen entgegen vertraglich vereinbarten Verschwiegenheitsverpflichtungen“ weitergaben.

Inzwischen gibt es auch Reaktionen und Solidaritätsbekundungen aus der Gerichshainer Belegschaft. „Ich habe das Gefühl, es ist ein Sterben auf Raten“, sagt ein Mitarbeiter am Telefon. Während Meibes im Frühjahr berichtete, dass es am Standort Roßwein 70 festangestellte Mitarbeiter gibt, heißt es aus Kreisen der Belegschaft, dass es jetzt noch rund 50 seien. Mit Gerichshain liege die Beschäftigtenzahl über 210. Dem Aufstellen von Betriebsvertretern steht die Geschäftsleitung jetzt scheinbar offen gegenüber. Einen Betriebsrat gibt es bei Meibes System-Technik noch nicht.

Von Olaf Büchel

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