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Döbeln Roßwein: Autohaus Keßler schließt zum Jahresende
Region Döbeln Roßwein: Autohaus Keßler schließt zum Jahresende
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00:18 27.11.2016
Quelle: Olaf Büchel
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Rosswein

Das Autohaus Keßler im Roßweiner Gewerbegebiet Goldene Höhe schließt zum Jahresende. Damit verlieren 14 Beschäftigte ihre Arbeit. Die Stimmung in der Belegschaft ist entsprechend schlecht. Eine Nachfolgerfirma, die das Autohaus mit Werkstatt weiter betreibt, konnte Geschäftsführer Ulrich Keßler nicht finden. Deshalb verkauft er die Immobilie an eine Privatperson. Die Autohaus Keßler Roßwein GmbH besteht noch ein Jahr länger zwecks Abwicklung.

Ausgerechnet im 25. Jubiläumsjahr des Unternehmens fiel die traurige Entscheidung, die Firmenchef Ulrich Keßler am Donnerstag offiziell gegenüber der DAZ bestätigte. „Der Betrieb wird am 30. Dezember eingestellt. Die Mitarbeiter sind per 31. Dezember gekündigt.“ Bis dahin werden – ausgenommen die Feiertage und eine Inventur am 2./3. Dezember – laut Keßler alle bisherigen Leistungen ohne Einschränkungen und ohne jegliche Nachteile für die Kunden angeboten.

Gebäude und Grundstück verkauft der 63-jährige Roßweiner ebenfalls zum Jahresende an privat. Man habe Stillschweigen darüber vereinbart, bei wem es sich um den künftigen Eigentümer handelt. „Es entstehen kein Autohaus und keine Werkstatt wieder.“ So viel kann Ulrich Keßler sagen.

Hintergrund der Schließung sind hohe Investitionskosten, die bei einem Weiterbetrieb des Autohauses angefallen wären. Keßler hat Werkstattverträge mit den drei Marken VW, VW Nutzfahrzeuge und Skoda. Um die von den Herstellern geforderten Standards zu erfüllen und die notwendige Zertifizierung zu erhalten, musste das Unternehmen schon in der Vergangenheit regelmäßig erheblich investieren. Jetzt wären laut Keßler mehrere 100 000 Euro dafür notwendig gewesen – zum Beispiel für neue Werkstatttechnik, die für die modernen Fahrerassistenzsysteme benötigt wird oder für eine neue Hebebühne, die eine halbe Tonne mehr heben kann. Ulrich Keßler, der das Rentenalter bald erreicht hat: „Die Zeit ist für mich zu kurz, um die Kosten in dieser Größenordnung refinanzieren zu können.“ Er verlängerte die Werkstattverträge nicht.

Im vorigen Jahr habe er damit begonnen, einen Nachfolger für einen geordneten Übergang zu suchen, den Keßler eigentlich für Anfang 2019 angepeilt hatte. „Das war mir für die Kunden und die Mitarbeiter wichtig.“ Es habe auch mehrere Interessenten gegeben. Doch dann seien die Investitions-Forderungen gekommen, die sich laut Autohaus-Chef auch die potenziellen Nachfolger nicht aufbürden wollten.

Von Olaf Büchel

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