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Roßwein: Brücken, Bäche, Wege – Flutschäden geht’s an den Kragen

Stadt vergibt Aufträge Roßwein: Brücken, Bäche, Wege – Flutschäden geht’s an den Kragen

Für einen ganzen Sack voller Baumaßnahmen haben die Roßweiner Stadträte in ihrer jüngsten Sitzung die Aufträge vergeben. Bei den insgesamt acht Vorhaben handelt es sich ausschließlich um Projekte der Hochwasserschadensbeseitigung. Die Gesamtsumme, die dafür geplant ist, beträgt rund 645.000 Euro.

Kaum noch Platz unter der Brücke am Gleisberger Bahnhof: Nach dem Neubau soll der Durchfluss-Querschnitt mindestens sechsmal so groß sein.

Quelle: Olaf Büchel

Rosswein. Für einen ganzen Sack voller Baumaßnahmen haben die Roßweiner Stadträte in ihrer jüngsten Sitzung die Aufträge vergeben. Bei den insgesamt acht Vorhaben handelt es sich ausschließlich um die Beseitigung von Schäden, die durch das Hochwasser im Juni 2013 entstanden waren. Die Gesamtsumme, die dafür geplant ist, beträgt rund 645.000 Euro. Die Förderung liegt bei 100 Prozent. In den meisten Fällen sollen die Arbeiten im nächsten Monat beginnen.

Mit rund 140.200 Euro fließt für die Sanierung der Straße in Naußlitz-Kobelsdorf der größte Batzen Geld. Ab dem Abzweig von der Staatsstraße in Naußlitz in Richtung Hermsdorf bis zur letzten Kobelsdorfer Bebauung ist die Erneuerung der Asphaltdecke vorgesehen. Die Maßnahme beinhaltet außerdem umfangreiche Arbeiten für eine bessere Entwässerung. So sieht der Auftrag auch das Verlegen einer Rohrleitung, das Herstellen von Betonschächten, Gräben und Mulden vor. Bestandteil sind auch Arbeiten für Entwässerungsanlagen an dem von besagter Straße in südöstlicher Richtung abzweigenden Weg. Den Zuschlag hat die Firma Strabag als günstigster Bieter erhalten. Das für die Stadt arbeitende Planungsbüro hatte ursprünglich damit gerechnet, dass die Leistungen rund 70.000 Euro mehr kosten.

An der Straße zwischen Naußlitz und dem Autobahnviadukt der A 14 geht es darum, Oberflächenwasser von dem oberhalb liegendem Feld und von der Autobahn künftig besser in den Griff zu bekommen. Die vorhandenen drei Durchlässe sind zu klein und bereits mit Schwemmgut zugesetzt. „Diese Verrohrungen werden durch neue, mit größerem Durchmesser ersetzt. Anschließend an die Durchlässe sind Sickergruben vorgesehen. Eine komplette Verrohrung bis zur Vorflut ist nicht förderfähig“, erklärt der Planer Olaf Weidauer. An der am tiefsten liegenden Stelle der Verbindungsstraße ist zudem eine Notüberlaufrinne vorgesehen, für den Fall, dass auch die neuen Durchlässe bei extremen Niederschlägen die Wassermengen nicht ableiten können.

Rund 91.000 Euro kostet die Sanierung der Brücke am Gleisberger Bahnhof, die über den Gleisberger Bach führt. Zujnächst erfolgt der Abriss des alten Durchlassbauwerks. Aus Stahlbeton-Rahmenfertigteilen setzt die beauftragte Firma Straßenbau Kunze aus Grimma dann eine komplett neue Brücke. Die Straße darüber hinweg wird anschließend neu asphaltiert. Flächenbefestigungen mit Natursteinen und Grabenbau gehören ebenfalls zum Projekt. Dass auch in diesem Fall die erste Kostenschätzung deutlich höher ausfiel (174.500 Euro), begründet Olaf Weidauer vom Planungsbüro Strabau Projekt Leipzig damit, dass eigentlich noch umfangreichere Böschungsarbeiten am Bachufer ausgeführt werden sollten. „Das ist aber aus wasserrechtlichen Gründen nicht genehmigt worden“, erklärt der Planer.

Der Rad- und Gehweg der verlängerten Gordbornstraße in Roßwein soll in einem Abschnitt an der Gartenanlage in südliche Richtung, also etwas von der Freiberger Mulde weg, verlegt werden. „Beim Hochwasser hat der Fluss dort an der Uferböschung genagt. Direkt daneben verläuft jetzt der Weg. Deshalb ist es angebracht, ihn etwas von der Böschungsoberkante wegzuziehen“, erklärte Roßweins Bauamtsleiterin Petra Steurer. Für diese Umverlegung ist der Abriss eines nicht mehr genutzten Gartenhauses mit Terrasse erforderlich.

Von Olaf Büchel

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