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Döbeln Roßwein: Bürgerhaus setzt künftig Fokus auf Familien
Region Döbeln Roßwein: Bürgerhaus setzt künftig Fokus auf Familien
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09:03 17.03.2019
Zur Flimmerstunde kamen zumindest einige kleine und hungrige Gäste. Quelle: Lisa Schliep
Rosswein

Die Popcornmaschine poppt, Getränke startklar, Licht aus. Auf der Leinwand im Bürgerhaus Roßwein läuft der Kinderfilm „Fuxia, die Minihexe“. Die recht junge Initiative rief zum sechsten und vorerst letzten Flimmerabend vorm Herbst in ihre Gemächer am Marktplatz. An diesem verregneten Samstag verirrten sich jedoch nur wenige Kinobegeisterte in die gemütliche Küche. Andere Veranstaltungen hingegen laufen praktisch wie von selbst. Ende August feiern die Verantwortlichen Franziska Riedel und Astrid Sommer einjähriges. Angesetzt ist das EU-geförderte Projekt aktuell auf zwei Jahre, eine Verlängerung mehr als wahrscheinlich. Jetzt ist der Plan, richtungsweisende Impulse zu setzen.

Schwerpunkt: Familien stärken

„Wir brauchen die Zeit“, so die 34-jährige Riedel. „Wir sind dabei auszuprobieren und unser Profil zu schärfen.“ Da gehöre ein gewisses Risiko zu Beginn dazu. Dass heißt Veranstaltungen auf den Weg zu bringen, die eventuell nach hinten losgehen –die Flimmerstunde ist so ein Projekt. Die Kinonachmittage bewerben sie, wie alles andere auch , fleißig über Facebook. Die Resonanz ist da, doch verirren tuen sich nur wenige. Die Angebote für Senioren und Familien sind da schon besser etabliert, seien es Rommé-Runden oder Bastel-Workshops für Eltern und ihre Kinder. An letztere Zielgruppe will das Bürgerhaus künftig besonders andocken. „Wir brauchen hier kein zweites Treibhaus“, so Riedel. Für die Jugend hätte die Stadt zudem eine super Einrichtung – das Jugendhaus. Auch wenn das immer noch für viele Kontroversen sorge. Offen gegenüber den Jungen sind sie trotzdem. Aktuell verbringen viele Schulkinder Zeit bei Ihnen, die sonst auf dem Markt auf den Bus warten. „Die haben wir langsam alle in der Bude und wollen sie natürlich halten.“ Dennoch: Die Vision bleibt es, Familien zu stärken. Dazu gehören Kochkurse für Alleinerziehende, Anti-Mobbing-Projekte mit Schulkindern oder Beratungsangebote für Menschen im sozialen Abseits.

Fördermittel für Verlängerungen so gut wie sicher

Doch dafür brauchen sie Mithilfe, Ideen. „Damit wir wissen, was die Leute wollen, müssen sie mit uns sprechen und sich einbringen. Vor allem die Jugend. Ihre Meinung ist etwas Wert, sie können mitgestalten.“ Nur so funktioniere das Bürgerhaus auf lange Sicht. Die Fördermittel für die nächsten zwei Jahre sind so gut wie sicher. Danach sollte sich die Initiative, so der Wunsch von Riedel, in Teilen selbst tragen und voll und ganz der Stadt gehören. „Ich habe viele gute Projekte in Roßwein gehen sehen. Das soll uns nicht passieren.“

Von Lisa Schliep

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