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Döbeln Roßwein: Dresdener Straße erst ab 21. November frei
Region Döbeln Roßwein: Dresdener Straße erst ab 21. November frei
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23:20 10.10.2014

"Derzeit wird vom 21. November als Fertigstellungstermin ausgegangen und diesen möchte man jetzt auch unbedingt halten", fügte das Stadtoberhaupt an. Es schwang eine Menge Hoffnung mit, die auch die Händler teilen, denn über den ursprünglichen Termin zur Straßenfreigabe Ende September ist man nach aktuellem Stand mehr als sieben Wochen hinaus. "Derzeit werden Abflüsse und Regeneinläufe gelegt, dann kommen die Borde für den Fußweg und zuletzt der Straßenbelag", schilderte Lindner den weiteren Ablauf. Die Verzögerung war durch Versorgungsträger für Strom und Gas entstanden, die ihrerseits ungeplant Anschlüsse erneuerten.

"Grundsätzlich geht der Bau mit einem Rückgang für uns einher. Aber in unserer Branche sind gerade die Monate Oktober und November wichtig", sagt Regina Baier, die auf dem unteren Teil der Dresdener Straße ihren Geschenkeladen betreibt. Diese Lage macht ihr besonders zu schaffen. "Hier unten ist der Schaden ja noch größer als oben. Dort konnten die Leute immer hineingehen. Hier war es teilweise ein reines Labyrinth", klagt sie. Deshalb könne man die einzelnen Händler und ihre Probleme auch nicht miteinander vergleichen.

Nebenan in der Brückenapotheke nimmt es Chefin Bettina Ludwig inzwischen mit Galgenhumor. "Wenn die Arbeiten jetzt noch in diesem Jahr fertig werden würden, wäre es schön. So weit ist es schon gekommen", sagt sie. Nach der ersten Ankündigung einer Verzögerung habe sie bereits mit Ende November für die Freigabe gerechnet.

Der späte Termin hat aber nicht nur Einfluss auf das Geschäft der Händler. Auch der weitere Bauablauf wird dadurch komplett umgekrempelt. Ursprünglich sollte jetzt schon am ersten Abschnitt der Döbelner Straße von der Sparkasse bis zur Alten Post gearbeitet werden. "Das wird dieses Jahr definitiv nicht mehr fertig", stellt Lindner fest. Er rechne mit einem Baubeginn erst im neuen Jahr und einer Fertigstellung bis Ende Mai. Mit Blick auf das Schul- und Heimatfest hieße das aber, dass der zweite Abschnitt von der Bäckerei Möbius bis hinauf zum Markt und weiter bis zum Anschluss an die Lommatzscher Straße vor dem Schulfest nicht mehr begonnen werden kann, um nicht auf einer Baustelle feiern zu müssen.

Stattdessen solle die Obere Weinbergstraße angegangen werden, in der zusätzlich die Fernwärmerohre ausgetauscht werden müssen. "Diese Straße stört uns am wenigsten, wenn sie gesperrt ist", sagt Lindner. Danach wolle man dann die Döbelner Straße und die letzten Abschnitte hinauf zum Startpunkt angehen. Auch die Herrmannstraße müsse zum Schluss noch vervollständigt werden. Daher wird der Bau auch insgesamt länger dauern. "Wir müssen damit rechnen, dass die Arbeiten bis ins Jahr 2016 hineinreichen", kündigte Lindner an. Zur Erinnerung: Unter dem früheren Chemnitzer Straßenbauamtsleiter Karsten Mühlmann hatte die Planung für die gesamte Innenstadttangente nur eine Bausaison von März bis Oktober betragen.

Sebastian Fink

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