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Döbeln Roßwein: Heute und morgen Anhörung zur S 34
Region Döbeln Roßwein: Heute und morgen Anhörung zur S 34
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20:06 16.07.2012

Tektur 1 und 3 heißen die beiden Planvorschläge, die den Anwesenden im Sitzungssaal des Rathauses heute ab 9 Uhr vorgestellt werden. Das bedeutet nichts anderes als den ersten und den dritten Ausführungsplan für den grundhaften Ausbau der Straßen, wobei Tektur 1 mit dem Linksabbiege-Verbot von der Dresdner auf die Döbelner Straße bereits als gekippt gilt. Demnach könnten die meisten Einwände, die bei der Vorstellung vor drei Jahren gemacht wurden, schon vor Beginn der Anhörung weggewischt werden.

Denn heute sind private Anwohner und Unternehmer geladen, morgen Behörden und die Stadtverwaltung. Tektur 3 beinhaltet das Abbiegen in beide Richtungen, jedoch gelenkt durch eine Ampel, die dafür sorgen soll, dass es in der engen Kurve nicht zum Stau kommt, wenn zwei Lkw in gegensätzlicher Richtung abbiegen wollen.

Das stört die Anwohner

Genau an dieser Planung stören sich jedoch viele Anwohner. Eine Ampel, die Tag und Nacht geschaltet sei, sorge für Wartezeiten vor allem in den verkehrsärmeren Abendstunden, verbrauche Strom und störe durch das Blinken die Anwohner, so die Bedenken.

Weil der Übergang von der Dresdner in die Döbelner Straße als Hauptstraße jedoch eine sogenannte Schleppkurvencharakteristik ausweist, muss die Ampel sein, wenn das Abbiegen nach links - in Richtung Döbeln - möglich sein soll. "Zwei Lkw müssen gleichzeitig abbiegen können. Das ist hier aber nicht gegeben. Gebäude in der Nähe hätten abgerissen werden müssen. Das war bei Sparkasse, Bäckerei und alter Post nicht möglich", erklärt Bürgermeister Veit Lindner.

Inhaber von Läden an der Dresdner und Döbelner Straße befürchten durch die Ampel jedoch Staus, die es Kunden erschweren, zu ihren Geschäften zu kommen. Bisher fließt der Verkehr an der Kreuzung flüssig. Die Laufkundschaft nutzt das, um schnell zum Einkaufen am Straßenrand anzuhalten und dann weiterzufahren.

Das stört die Stadtverwaltung

Probleme werde es damit nicht geben, beschwichtigt Lindner im Vorfeld. Eine Ampel werde so geschaltet, dass sie den Verkehr flüssig lenkt. Außerdem wolle sich die Stadt mit ihren Einwänden dafür einsetzen, dass auf der Döbelner Straße Parkplätze auf Höhe des Fahrradladens entstehen. Zudem werde darauf geachtet, dass die Ampeln per Signal und reliefartige Bordsteine für Sehbehinderte zu erkennen sind. Farbige Markierungen an Absenkungen sollen diese besser kennzeichnen. Für den Bau von Fußwegen und Straßenbeleuchtung sowie die Begrünung von Randflächen ist die Stadt verantwortlich. Die Ausschreibung soll im Erfolgsfall aber über das Straßenbauamt laufen, um einen flüssigen Bauablauf zu gewährleisten. "Wenn wir das jetzige Konzept nicht umgesetzt bekommen", warnt Lindner, "wird es für Roßwein auf Jahre keine neue Straße geben. Auch die Fördermittel sind nach 2013 nicht mehr abrufbar. Das wäre ein Rückfall zu Pferd und Wagen."

Sebastian Fink

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