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Döbeln Roßwein: Im neuen Ärztehaus-Komplex soll Rettungswache entstehen
Region Döbeln Roßwein: Im neuen Ärztehaus-Komplex soll Rettungswache entstehen
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17:02 14.03.2018
Plan von neuer Rettungswache Roßwein. Quelle: Sven Bartsch
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Rosswein/Otzdorf

Viele Auflagen, viel Papierkram, viele Ansprechpartner im Landratsamt, aber keiner, der mal zügig eine Entscheidung trifft. Gabi Zemmrich, Projektleiterin für das künftige Ärzte- und Gesundheitszentrum Roßwein, nahm am Dienstag gegenüber Landrat Matthias Damm (CDU) kein Blatt vor den Mund, als sie diesem zeigte, was innerhalb der nächsten Monate mit dem ehemaligen Postgebäude von Roßwein passieren soll. Der Landrat war mit Vertretern der Kreisbehörde und der Stadtverwaltung anlässlich eines Kommunaltages in Roßwein und Umgebung unterwegs. Eine Station war die denkmalgeschützte, viele Jahre lang leerstehende alte Post, für die mit dem Ärzte- und Gesundheitshaus eine neue Nutzung gefunden ist.

„Wir brauchen bei einer solchen Investition Planungssicherheit“, brachte Zemmrich ihre Kritik auf den Punkt. Dabei spielt sie gar nicht auf die Arztpraxen und die anderen Gesundheitseinrichtungen an, die im Haupthaus der ehemaligen Post und im Nebengebäude, der einstigen Paketannahme, entstehen – sondern auf ein weiteres Vorhaben in diesem Zusammenhang. Denn auch die Rettungswache für den Raum Roßwein, die sich derzeit noch am Autobahnanschluss Döbeln-Ost befindet, soll in dem Komplex an der Poststraße entstehen. Dafür hat die Firma Grundbesitz Döbeln von Klinikchef Ralf Lange als Investor für das Roßweiner Ärztehaus auch das Nachbargrundstück erworben. Ein altes Hintergebäude ist bereits abgerissen, weil Platz für den Neubau der Fahrzeughalle der Rettungswache benötigt wird. Die Ausfahrt der Rettungsfahrzeuge auf die Poststraße ist auch schon geklärt. Weitere Räume der Wache sollen im Erdgeschoss der Paketannahme sein, auch ein Verbindungsbau zur Fahrzeughalle ist geplant. Die zusätzlichen Investitionskosten liegen laut Zemmrich bei rund 450 000 Euro. Was allerdings noch fehlt, ist ein handfester Vertrag mit dem künftigen Mieter der Rettungswache, dem Landkreis. „Seit September 2016 sind wir da dran. Es gibt eine Zusage und angebotene Vorverträge, aber das reicht bei einer solchen Investition nicht“, machte Gabi Zemmrich gegenüber dem Landrat Druck.

Ansonsten liegen die Arbeiten fürs Ärzte- und Gesundheitszentrum Roßwein im Plan. Derzeit erfolgen die geförderten Sicherungsmaßnahmen an den Gebäuden, zum Beispiel die Trockenlegung. Kaputte Entwässerungsleitungen wurden bereits ausgetauscht. Als nächstes, so der Architekt Michael Thiel, steht die Dachsanierung an. Ziel ist nach wie vor, das Allgemeinarzt Clemens Otto Anfang April 2018 die erste Praxis im Haus eröffnen kann.

Der kaputte Hochwasserschutzdamm von Otzdorf war weiterer Anlaufpunkt beim Landratsbesuch. Ortsvorsteher Heinz Martin schilderte den Dammbruch und die geplante Ertüchtigung mit Spundwänden. Sobald der Roßweiner Haushalt von der Kommunalaufsicht des Kreises bestätigt ist, will die Stadt die Fördermittel für die Maßnahme beantragen, erklärte Bauamtsleiterin Petra Steurer. Eine Zusage der Landesdirektion liege vor. Ziel ist, Baubeginn oder zumindest Ausschreibung noch in diesem Jahr.

Von Olaf Büchel

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