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Döbeln Roßwein: Mit dieser Halle funktioniert endlich Unterricht nach Lehrplan
Region Döbeln Roßwein: Mit dieser Halle funktioniert endlich Unterricht nach Lehrplan
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14:35 19.10.2016
Quelle: Gerhard Dörner
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Rosswein

Vor genau zwei Monaten ist die neue Roßweiner Stadtsporthalle feierlich eingeweiht worden. Wie funktioniert der Betrieb im Millionen-Bau? Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen. Es gab und gibt kleine Probleme, die als Startschwierigkeiten gelten. Haupttenor ist aber: diese Halle bietet Sportbedingungen, die in der Region ihresgleichen suchen.

Rita Becke, seit 38 Jahren im Schuldienst und seit 1992 Sportlehrerin an der Roßweiner Scholl-Schule, ist einfach nur begeistert. „Die neue Halle ist eine gewaltige Verbesserung für den Schulsport in Roßwein. Das betrifft sowohl die Schüler, als auch uns Lehrer. Es ist jetzt zum ersten Mal überhaupt möglich, einen Lehrplan gerechten Sport-Unterricht zu absolvieren“, sagt Becke. Da die Halle in zwei Felder geteilt werden kann, gibt es laut Rita Becke nun auch keine Kapazitätsprobleme mehr. „Die neue Sporteinrichtung macht den Unterricht für rund 330 Oberschüler und zusätzlich für die Lernförderschüler reibungslos möglich.“ Die Lehrerin bezeichnet die sanierte Oberschule und die direkt gegenüber befindliche Zweifeldsporthalle als eine „Kombination, die in der Region ihresgleichen sucht“. Die Zusammenarbeit zwischen Hallenwart und Schule klappe zudem hervorragend. Das gelte auch für die Nutzung der Halle durch die örtlichen Sportvereine an den Nachmittagen. Rita Becke: „Erst ist der Schulsport dran, daran schließen sich die Ganztagsangebote an und danach sind die Vereine in der Halle. Da sich alle an die Absprachen halten, auch was die Nutzung der Geräte betrifft, funktioniert das sehr gut.“ Hallenwart Jürgen Krondorf, selbst Leiter der RSV-Abteilung Handball, bestätigt eine bereits gute Auslastung der Halle. In bestimmten Nachmittagszeiten gebe es noch etwas Luft. Das könne sich aber schon bald ändern, zum Beispiel wenn die Fußballer nicht mehr draußen trainieren und in die Halle ausweichen.

Natürlich habe es auch einige Problemchen gegeben. Die können laut Rita Becke aber als Startschwierigkeiten bezeichnet werden. Die starken Gerüche am Anfang in der Halle hätten einige kritisiert. Wenn alles neu ist, riecht es zum Teil extrem, jeder kennt das, von eigenen Anschaffungen oder Renovierungsarbeiten. Aber: „Ich bin glücklich über die neue Halle. Für mich bedeutet sie eine große Arbeitserleichterung“, sagt Sportlehrerin Becke.

Oberschul-Leiter Thomas Winter spricht ebenfalls von einer vielfachen Verbesserung für den Schulsport: „Besser kann es nicht sein. Wir haben jetzt optimale Bedingungen. Dazu tragen die kurzen Wege zwischen Schule und Halle bei, die einen Zeitgewinn für Schüler und Lehrer bedeuten.“ Dass die Schulleitung noch keinen Schlüssel für die Halle hat und ein funktionierendes Festnetz-Telefon so lange auf sich warten lässt, verbucht auch Winter unter „Anlaufprobleme“. Mittlerweile gibt es eine Telefon-Nummer und einen Apparat, ein Techniker arbeitet daran, dass dieser auch in Gang kommt, weiß Hallenwart Krondorf.

Die Unfallkasse fordert noch einige Veränderungen, die nun in Angriff genommen werden, sagt die Bauamtsleiterin der Stadt Roßwein, Petra Steurer. Das betreffe zum Beispiel bestimmte Sicherheitsbestimmungen für Geländer und Handläufe an Fluchtwegen. „Da tropft mal eine Mischbatterie und die Schlussrechnung für die Elektrik steht noch aus“, nennt Steurer Wehwehchen, denen abgeholfen werden kann. Dass es in den Tagen nach der Halleneröffnung recht warm in dem Objekt war, lag an den hohen Außentemperaturen in dieser Zeit. Die Bauamtsleiterin: „Die Halle verfügt über eine Lüftung, nicht über eine Klimaanlage. Wenn es draußen warm ist, steigen auch drinnen die Temperaturen.“ Zu einigen Kritikpunkten, die Mitglieder des Behindertenbeirates bei einer jüngsten Besichtigung äußerten, sagt Steurer: „Wir haben im Vorfeld den Beirat mit einbezogen und die geäußerten Wünsche sind umgesetzt worden.“ Und auch die Kritik, dass von einigen Zuschauerplätzen der eine oder andere Winkel der Halle nicht einsehbar sei, möchte Steurer so nicht stehen lassen: „Wir müssen uns immer vor Augen halten, dass wir eine Sporthalle gebaut haben und keine Veranstaltungshalle, wie die Hartarena eine ist.“

Von Olaf Büchel

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