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Döbeln Roßwein: Sanierung der Bahnübergänge ab Herbst 2013
Region Döbeln Roßwein: Sanierung der Bahnübergänge ab Herbst 2013
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23:00 27.11.2012

Es ist die unendliche Geschichte von Roßwein und Niederstriegis: Seit Jahren kündigt die Deutsche Bahn an, die Übergänge am Ullrichsberg (Roßwein), in Mahlitzsch, Zur Kempe und am Bahnberg (Niederstriegis) zu sanieren und damit auch die anliegenden Kommunen zu beteiligen. Und seit Jahren hatte besonders das mit drei Bahnübergängen betroffene Niederstriegis immer wieder eine sechsstellige Summe in den Haushalt eingestellt. Rund 123 000 Euro soll die Erneuerung von Fußwegen und Straßenteilen rund um die Übergänge kosten. Roßwein ist durch Fördermöglichkeiten mit etwa 4000 Euro noch glimpflich davongekommen.

Bisher musste Niederstriegis die für die Gemeindefusion 2013 mit Roßwein zu erwartende Prämie vom Freistaat für die Finanzierung einplanen. Kommen die Übergänge tatsächlich im kommenden Herbst, muss die neue - im Volksmund bereits "Groß-Roßwein" genannte - Kommune dafür aufkommen. "Uns wurden ja schon oft Termine genannt, die dann nicht eingehalten wurden. Darum warten wir erstmal ab, ob wirklich etwas passiert", winkte Roßweins Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) bei der jüngsten Stadtratssitzung in der vergangenen Woche ab.

Immerhin: Auf der Bahnstrecke Leipzig-Meißen, zu der der Abschnitt von Döbeln nach Nossen gehört, auf dem Roßwein und Niederstriegis liegen, sind die Arbeiten in diesem Jahr vorangeschritten. Im Sommer war der Streckenabschnitt zwischen Naunhof und Großbothen zwei Wochen lang gesperrt, als die neuen Signalanlagen errichtet und die Übergänge erneuert wurden. Doch seither hat sich in Richtung Döbeln und darüber hinaus nichts getan.

Dies soll laut Bellmann aber an "Verzögerungen im Antragsverfahren zur Plangenehmigung für die Änderung der Bahnübergänge in Niederstriegis" gelegen haben, "da die Deutsche Bahn AG ein weiteres Bauvorhaben an einem Bahnübergang in Roßwein im Paket beantragt hatte, dieser Antrag aber nachgebessert werden musste." Zudem sei eine "nicht zeitsparende Antrags- und Verfahrensökonomie" schuld - zu deutsch: die Bahn und die Genehmigungsbehörden haben sich Zeit gelassen bei der Bearbeitung der Bauanträge. Noch neun Monate soll es bis zur Fertigstellung der Bahnübergänge dauern - so kommt der Herbst 2013 als Übergabetermin ins Spiel.

Der Niederstriegiser Bürgermeister Heinz Martin (parteilos) hatte erst kürzlich seinen Unmut zum leidigen Warten auf den Baubeginn geäußert (die DAZ berichtete). "Wir wollen kein Geld bezahlen, so lange nicht auch klar ist, dass die Strecke für den Personenverkehr erhalten bleibt. Wenn hier bald nur noch Güterzüge fahren, sollen deren Betreiber die Kosten tragen", meinte Martin.

Verständnis dafür haben die Grünen im sächsischen Landtag, die die schrittweise Abhängung ländlicher Gebiete vom Bahnverkehr bei der Haushaltsdebatte vergangene Woche kritisierten. "CDU und FDP haben gegen eine ausreichende Finanzierung von Bus und Bahn gestimmt. In den Landkreisen Meißen und Mittelsachsen steht damit die Bahnstrecke Meißen-Nossen-Roßwein-Döbeln vor einer unsicheren Zukunft", sagte Eva Jähnigen, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion.

S. Fink

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