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Döbeln Roßwein: Stadtrat segnet Wohnheim-Verkauf ab – Investor plant Seniorenresidenz
Region Döbeln Roßwein: Stadtrat segnet Wohnheim-Verkauf ab – Investor plant Seniorenresidenz
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Studentenwohneime, Arbeiterunterkunft und vielleicht bald Seniorenheim und altersgerechtes Wohnen: Für die Plattenbauten an der Stadtbadstraße in Roßwein gibt es einen Investor. Quelle: Sven Bartsch
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Rosswein

Die Stadt ist die Studentenwohnheime an der Stadtbadstraße so gut wie los. Ein Investor aus Chemnitz kauft diese, um dort ein Pflegeheim und altersgerechte Wohnungen einzurichten. Der Stadtrat hat den Verkauf auf seiner jüngsten Sitzung abgesegnet. 85 000 Euro soll die Stadt für die beiden Plattenbauten bekommen. Zu diesem Preis hatte sie diese Gebäude zuvor zum Kauf ausgeschrieben.

Der Käufer ist die Color Dream GmbH aus Chemnitz, laut Handelsregisterauszug im Internet ein Malerbetrieb. Geschäftsführer ist Heiko Lindner. „Ich bin mit Herrn Lindner nicht verwandt oder verschwägert, wir haben nur zufällig des selben Nachnamen“, stellte Roßweins Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) klar. Heiko Lindner war zur Stadtratssitzung anwesend. Für ihn sprach aber sein Architekt Wolfgang Stürmer. „Ich habe mein Büro in Arnstadt, Thüringen, und Sie werden sich jetzt sicher fragen, was mich mit Roßwein verbindet. Ich habe bis Mitte der 1980er Jahre hier gelebt und gearbeitet“, sagte der Architekt. Das Haus an der Döbelner Straße will die Color Dream GmbH zum Pflegeheim umbauen, das Haus an der Stadtbadstraße zu barrierefreien Wohnungen mit jeweils zwei bis drei Räumen. „Innerhalb der nächsten fünf Jahre wollen wir das Projekt realisiert haben. Ich setze gerade mit Herrn Lindner zwei weitere Pflegeheimprojekte um“, sagte Wolfgang Stürmer.

„Ich habe in den 80er erlebt, wie die Wohnheime eröffnet wurden und war darüber sehr erfreut“, sagte SPD-Stadtrat Uwe Hachmann. Jetzt bin ich wieder froh und hoffe auf eine mehrheitliche Entscheidung.“ Er sieht in dem Projekt die Chance, etwas herausragendes für die Stadt schaffen zu können. Vizebürgermeister und Linken-Stadtrat Peter Krause drückte bei der geplanten Sanierung aufs Tempo. „Vielleicht können Sie das ja bis 2020 zum nächsten Stadtfest fertig haben. Da kommen viele Roßweiner, die jetzt woanders leben. Die würden sich freuen, wenn sie sehen, was sich hier entwickelt hat und vielleicht zurückkehren.“ Hubert Paßehr, CDU-Stadtrat und zweiter stellvertretender Bürgermeister, interessierten die praktischen Details. Wo sollen die 48 Stellplätze hin, die zu den Wohnungen gehören? Architekt Stürmer sagte, dass man noch ein Stück Land dazu kaufen wolle. Zudem verwies er auf die Keller, in denen wegen der Lage im Überflutungsgebiet keine technischen Anlagen installiert werden können. Sie könnten zu Tiefgaragen werden.

„Wir haben in Roßwein seit der Wende schon viele Investoren und schon manche Bruchlandung erlebt. Sie haben jetzt unsere Zustimmung, wir drücken Ihnen die Daumen“, sagt Bürgermeister Veit Lindner dem Wohnheim-Käufer nach dem mit großer Mehrheit gefassten Verkaufsbeschluss des Stadtrates mit auf den Weg.

Die Stadt ist mehr oder weniger notgedrungen zum Eigentümer der Gebäude geworden. Ende 2011 kaufte die Kommune die Wohnheime vom Freistaat Sachsen, weil sonst die Schließung drohte und die damals noch darin wohnenden Studenten auf der Straße gestanden hätten. Nachdem der Freistaat im Sommer 2014 den Hochschulstandort Roßwein dichtgemacht hatte, wandelte sich die Nutzung der Gebäude vom Wohnheim für Studenten hin zur Unterkunft für Arbeiter, die vor allem in den großen Zentrallagern von Rewe bei Rüsseina und Edeka bei Berbersdorf tätig sind. Auch der Rettungsschwimmer der Roßweiner Bäder, Karol Kleszceyiski, wohnt in einem der beiden Häuser.

Von Dirk Wurzel

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