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Döbeln Roßwein bittet Sportler ab Juli anders zur Kasse – Hallennutzung könnte teurer werden
Region Döbeln Roßwein bittet Sportler ab Juli anders zur Kasse – Hallennutzung könnte teurer werden
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Der Roßweiner Stadtrat hat jetzt eine neue Satzung über die gebühren für die Nutzung der Sportstätten beschlossen. Quelle: Olaf Büchel
Roßwein

Die Vereine werden künftig womöglich mehr Geld bezahlen müssen, wenn sie die Roßweiner Sportstätten nutzen wollen. Per Stadtratsbeschluss hat Roßwein jetzt eine neue Satzung eingeführt, die die Gebühren für die Sportstätten regelt. Diese erhebt Roßwein jetzt nicht mehr nach Größe des Vereins pauschal, sondern ganz konkret nach der Zeit, also wie lange die jeweiligen Vereine die Sportstätten belegen. Betroffen sind die Stadtsporthalle, die Halle Grundschule, das Stadion Haßlauer Straße, der Sportplatz Gleisberg und das Stadtbad.

„Ich bin bei diesem Thema gespalten. Als Vizebürgermeister meine ich, dass wir die Bedingungen verbessern, als Vizepräsident des Roßweiner Sportvereins empfinde ich Unbehagen. Wir werden deswegen die Mitgliedsbeiträge um 1,50 Euro für Kinder und zwei Euro bei Erwachsenen erhöhen“, sagte Peter Krause (Die Linke), als der Stadtrat in öffentlicher Sitzung über das Thema beraten hat. „Wir machen hier keinen Schnellschuss. Die letzte Satzung stammt von 2006. Wir haben jetzt zudem wesentlich bessere Sportstätten, es ist gerechtfertigt“, sagte Steffen Zaspel, Stadtrat der Fraktion Bürgerwählergemeinschaft Niederstriegis-Roßwein.

Neue Preise gelten ab Juli

In der Stadtsporthalle zahlen Vereine pro Stunde 16,90 Euro für die halbe Halle und 33,79 Euro für die ganze Halle, Schulen sind mit 19,40 Euro für die halbe und 33,80 Euro für die ganze Halle dabei. Fremdnutzer bittet sie Stadt mit 19,40 Euro für die halbe und 39,27 Euro für die ganze Halle zur Kasse.

Die Halle Grundschule kostet 33,26 Euro pro Stunde.

Im Stadion Haßlauer Straße sind 42,88 Euro pro Stunde fällig.

Das Stadtbad kostet pro Stunde 32,18 Euro.

Sportplatz Gleisberg: 27,61 Euro

In der Ratssitzung kam auch zur Sprache, zu welchen unschönen Effekten die derzeitige Gebührenordnung führt. Da buchen Vereine auf Teufel komm raus Hallenzeiten. Dadurch ist gerade die neue Stadtsporthalle auf lange Sicht ausgebucht. Und am Ende trainiert dann doch keiner darin, weil das Wetter noch schön und Sport im Freien sowieso attraktiver ist. Für jedes erwachsene Mitglied zahlten die Roßweiner Vereine 30 Euro, für Lehrlinge und Studenten 15 Euro und für Kinder 7,50 Euro pro Jahr. Der Sport in der Halle kostete die Vereine dann nichts mehr. Weshalb es wohl zu den großzügigen Nutzungen kam, die manch einer auch als Blockade empfunden haben dürfte.

Hubert Paßehr, CDU-Stadtrat und 2. stellvertretender Bürgermeister, wie daraufhin, dass die Kosten für die Sportvereine wohl erträglich bleiben werden. Denn die Stadt bezuschusst den Vereinen die Gebühren für die Nutzung der Sportstätten mit 85 Prozent.

Bevor Roßwein die Idee in die Tat umsetztem sich die Nutzung der Sportstätten anders bezahlen zu lassen, hat sie sich angeschaut, wie lange und wie oft die Vereine Sporthalle, Sportplätze und Stadtbad nutzen. So erklärte es Peter Krause seinem Ratskollegen Rico Söhnel von der CDU.

Von Dirk Wurzel

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