Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -7 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Roßwein erhöht Beiträge für Kinderbetreuung

Roßwein erhöht Beiträge für Kinderbetreuung

Die Beiträge zur Kinderbetreuung in Krippe, Kindergarten und Hort sollen für das begonnene Jahr 2015/16 in Roßwein zum Teil spürbar ansteigen. Zwar müssen die Änderungen noch im nächsten Stadtrat beschlossen werden, doch der Finanzausschuss und am vergangenen Donnerstag auch der Technische Ausschuss Umwelt, Kultur, Soziales haben sich bereits für den Entwurf ausgesprochen.

Voriger Artikel
Gemeinderat lehnt Notunterkuftfür Flüchtlinge in Chorener Schule ab
Nächster Artikel
Grunau atmet am 2. Oktober auf - endlich Fortschritte an Mochauer Problembrücke

Für einen Platz in einem Roßweiner Kindergarten müssen Eltern mehr Geld als bisher überweisen.

Quelle: Sven Bartsch

Demnach soll der Monatsbeitrag für die Kinderkrippe von 180 auf 190 Euro steigen, für den Kindergarten von 84 auf 90 Euro und für den Hort von 49 auf 55 Euro. Damit liegt Roßwein allerdings längst nicht an der Spitze in der Region. Bei den Krippen liegt Roßwein hinter Mochau und Nossen (je 200 Euro) auf Platz drei, bei den Kindergärten ist nur Döbeln mit knapp 83 Euro günstiger. Gleiches gilt für die Hortkosten (Döbeln: 48,40 Euro).

Zu der Erhöhung zwingen die Stadt in erster Linie die gestiegenen Betriebskosten. Im vergangenen Jahr mussten knapp 1,9 Millionen Euro für das Personal und 471 000 Euro für Sachkosten aufgewendet werden. Doch selbst wenn die Stadtvertreter wollten, dürften sie die höheren Kosten nicht allein auf die Stadt umlegen. "Wir sind verpflichtet, den Elternbeitrag für die Krippe zwischen 20 und 23 Prozent der Kosten und für Kindergarten und Hort zwischen 20 und 30 Prozent zu halten", erklärte Hauptamtsleiterin Michaela Neubert. Durch die Neuberechnung für das neue Jahr würden die Beiträge ohne Erhöhung allerdings unter 20 Prozent sinken.

Dass diese Vorgaben eingehalten werden müssen, darüber war man sich auch im Technischen Ausschuss einig. Stattdessen spaltete die Mitglieder die Frage, wie man mit den verpflichtenden Erhöhungen umgeht. Denn der Beitrag für den Kindergarten wurde in den vergangenen elf Jahren nur um 86 Cent erhöht, während die Stadt knapp 50 Prozent oder 62 Euro mehr zahlt als noch 2004. Ähnlich ist das im Hort. Bei den Kinderkrippen zahlten die Eltern bis 2008 jahrelang nur 155 Euro monatlich, bevor der Preis spürbar stieg. Dieses Hauruck-Verfahren der Erhöhung findet Till Beyer ungerecht: "Es sollte eine regelmäßige kleine Steigerung von zwei oder drei Euro jedes Jahr geben, sodass der Elternbeitrag beispielsweise immer bei 21 Prozent liegt", schlug er vor. Es sei ungerecht gegenüber Eltern, die jetzt ihre Kinder in die Einrichtungen geben, dass diese größere Sprünge verkraften müssten, während Eltern in den Jahren zuvor lange Zeit ohne Erhöhung auskommen konnten.

Anders sieht das Jens Funke. "Meine Meinung ist, dass eine Erhöhung der Krippenbeiträge auf 185 Euro auch ausgereicht hätte. Damit wären wir auch über 20 Prozent. Viele Frauen bei uns haben nur 450-Euro-Jobs und es kann nicht sein, dass sie nur für die Kinderbetreuung arbeiten gehen", sagte er. Eine von Funke vorgeschlagene Anpassung alle zwei Jahre wurde abgelehnt. "Die Kosten ändern sich jedes Jahr und wenn dann noch die Löhne bei den Erzieherinnen steigen, müssen wir reagieren können", erklärte Bürgermeister Veit Lindner. Eine Einigung, wie die Erhöhung der Beiträge künftig gehandhabt werden soll, gab es nicht. Die Mehrheit stimmte dem aktuellen Vorschlag zu. So oder so wird das Thema auch im kommenden Jahr wieder auf der Agenda stehen, denn die Kosten müssen jedes Jahr vorgelegt werden, ob eine Erhöhung notwendig ist oder nicht.

Aus der Döbelner Allgemeinen Zeitung vom 23.09.2015

Sebastian Fink

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Döbeln

Was beschäftigt die Menschen in den kleinen Orten zwischen Döbeln, Waldheim und Hartha? Wir besuchen jene kleinen Dörfer, denen normalerweise wenig Beachtung geschenkt wird, geben einen Einblick in die Geschichte des Ortes und sprechen mit den Bewohnern über früher und heute. mehr

Die Redaktion der Döbelner Allgemeinen Zeitung (DAZ) ist jetzt noch mobiler unterwegs: Mit dem DAZ-Reporterauto fährt täglich ein Kollege im rollenden Büro durch den Altkreis Döbeln. Mit dem Reporter-Mobil rückt die Redaktion noch näher an ihre Leser heran - und kann von überall aus schnell und aktuell berichten. mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • Angestupst
    Mikrologo Angestust

    Die aktuelle Förderrunde der Aktion „Angestupst“ von LVZ und Sparkasse Leipzig ist beendet. So haben Sie abgestimmt! mehr

  • LVZ-Fahrradfest
    Logo LVZ-Fahrradfest

    LVZ-Fahrradfest 2016: Sehen Sie hier einen Rückblick mit vielen Fotos von allen Starts, Videos und mehr. mehr

  • 24 Stunden in der Region

    Firmen und Unternehmen in der Region Leipzig stellen sich vor. mehr

  • TAW - Technische Akademie Wuppertal
    TAW  - Technische Akademie Wuppertal

    Ein Werbespecial der LVZ für die Technische Akademie Wuppertal mit Infos zum breitgefächerten Angebot. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Great Barrier Reef" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Great Barrier Reef im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr