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Roßwein will Gebühren für seine Bäder erhöhen

Schwimmen kostet mehr Geld Roßwein will Gebühren für seine Bäder erhöhen

Wer in Roßwein schwimmen oder baden gehen will, muss zukünftig ein bisschen mehr Geld locker machen. Die Stadt plant die Erhöhung der Eintrittspreise und hat dem technischen Ausschuss die neue Gebühren-Satzung vorgestellt.

50 Cent mehr sollen Kinder zukünftig für das Tagesticket im Freibad Wolfstal zahlen.

Quelle: Wolfgang Sens

Rosswein. Besuche im Roßweiner Schwimm- und Freibad werden teurer. Um eine Vereinfachung im Tarifdschungel zu erwirken, aber auch auf Grundlage der Kostenrechnung des zurückliegenden Haushaltjahres sind die Gebühren auf den Prüfstand gekommen und müssen bis auf wenige Ausnahmen zum Teil um 100 Prozent erhöht werden. Im Technischen Ausschuss wurde der Entwurf intensiv diskutiert. Die zur Vereinfachung geplante Eingliederung von Kindern in die Kategorie „Ermäßigte“ beispielsweise wurde abgewählt.

Warum eine Satzungsänderung?

Die Sauna-Gebühren sollen mit in die Satzung aufgenommen werden. Lange Zeit hatte die Roßweiner Sauna einen privaten Betreiber. Jetzt läuft sie wieder in städtischer Regie. Die Saunagebühren werden nicht verändert, da sie sich mit 11 Euro für ein Tagesticket bereits an der oberen Grenze bewegen.

Was wird der Badbesuch kosten?

Erwachsene zahlten bislang in Roßwein für eine Stunde Schwimmen im Stadtbad 2,50 Euro. Zukünftig sind es 3 Euro. Im Freibad gibt es die Tageskarte, die bislang 3,50 Euro kostete. Auch hier wird um 50 Cent auf 4 Euro erhöht. Das gilt auch für Ermäßigte, die bislang 2,50 und zukünftig 3 Euro zahlen.

Was zahlen Kinder im Bad?

Bisher zahlten Kinder ab drei Jahren für eine Stunde 1 Euro. Jede weitere Stunde war mit 50 Cent abgerechnet worden. Zukünftig werden Kinder erst ab dem 4. Lebensjahr berechnet und zahlen 2 Euro für eine Stunde Baden. Vier Jahre sei die übliche Einstiegsgrenze in den meisten anderen Bädern, erklärte Badchef Jens Göhler die Änderung. Außerdem wolle man mit dieser Veränderung die relativ starke Erhöhung des Eintrittspreises ein wenig abfedern.

Gewünscht von Verwaltung und Stadtbadleitung war eine Vereinfachung insofern, als dass es keine extra Kategorie „Kinder“ mehr gibt, sondern diese – wie andernorts üblich – als „Ermäßigt“ (bisher 2 Euro, neu: 2,50 Euro) mit abgerechnet werden. Darauf konnte sich der Ausschuss allerdings nicht einigen, weil das die Erhöhung des Kinder-Eintritts auf 2,50 Euro bedeutet hätte.

Bis dato konnten Kinder für 1,50 Euro einen ganzen Tag im Freibad zubringen. Diese Gebühr wird auf 2 Euro erhöht. „1,50 Euro sind eindeutig zu wenig. Die Kinder bekommen einen Zehn-Euro-Schein mit und tragen den Rest in den Kiosk“, machte er deutlich, dass eine Erhöhung vertretbar ist.

Welche Vergünstigungen gibt es?

Nach wie vor gibt es die Familienkarte. Diese wird von 6 auf 8 Euro im Stadtbad und von 8 auf 10 Euro im Freibad erhöht. Weil viele das Angebot ausnutzten und sich vor den Toren des Freibades auch mit familienfremden Kindern verstärkten, wird „Familie“ fortan neu definiert. Künftig können mit der Familienkarten zwei Erwachsene und noch zwei statt bisher drei Kinder baden gehen.

Neu eingeführt wird im Freibad die Zehnerkarte für den Abendtarif. Einzeltickets kosteten bisher 2 Euro, künftig 2,50 Euro. Für 21 Euro kann man zehnmal ab 17 Uhr baden gehen.

Wird die Hallenmiete auch erhöht?

Einen starken Preissprung müssen die Fans der Hallenmiete verkraften. Ortsansässige Vereine, Gruppen und Gewerbetreibende konnten die gesamte Halle für sich allein seit 2011 für 25 Euro pro Stunde buchen. Zukünftig müssen sie dafür 15 Euro mehr zahlen. Die 40 Euro relativieren sich, wenn man die Kosten aufruft, die eine Stunde Badbetrieb mit Bademeister tatsächlich kosten: 72 Euro. Die meisten Mitglieder im Technischen Ausschuss zeigten dafür Verständnis und stimmten dem gesamten Vorschlag zu. Es gab eine Gegenstimme. Nun muss der Stadtrat über die neue Gebührensatzung befinden.

Von Manuela Engelmann

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