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Döbeln Roßwein will in Grundschule investieren
Region Döbeln Roßwein will in Grundschule investieren
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15:56 19.04.2016
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Rosswein

Rund eine Million Euro will die Stadt Roßwein bis zum Jahr 2020 im Zuge eines neuen Konjunkturprogrammes des Freistaates Sachses investieren. Etwa drei Viertel des Geldes sollen als Fördermittel fließen, den Rest muss die Kommune aufbringen. Vor allem die Grundschule Am Weinberg kann davon profitieren.

Sein Name ist lang: Sächsisches Investitionskraftstärkungsgesetz. Im Prinzip handelt es sich um ein Förderprogramm , mit dem der Freistaat zur Verfügung stehende Mittel von Bund und Land ausreichen will. Beschlossen vom Landtag im Dezember des vergangenen Jahres, sind die Städte und Gemeinden nun aufgefordert, bis Ende des Monats ihre Maßnahmelisten beim Landratsamt einzureichen. Die Kreisverwaltung prüft dann, ob die Wünsche tatsächlich zum Gesetz passen, das bestimmte Schwerpunkte für die Investitionen vorgibt. Der Kreistag beschließt voraussichtlich im Juni darüber, dann wandern die Maßnahmepläne zur Landesregierung. „Bis Ende August rechnen wir mit einer Bestätigung der Mittel für unsere Vorhaben“, sagt Roßweins Bauamtsleiterin Petra Steurer.

Der Stadtrat hat eine entsprechende Liste in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Die umfangreichsten Investitionen sind demzufolge mit über einer halben Million Euro in und an der Grundschule Am Weinberg vorgesehen. „Der größte Batzen Geld soll für die Erneuerung der Starkstrom, Fernmelde- und Informationstechnik fließen“, so Steurer. Neue Fußböden für die Gänge im zweiten und dritten Obergeschoss der Schule stehen auf der Liste und auch an die Außenanlagen ist gedacht. Beispielsweise an die Sanierung des Schulhofes, dessen Bitumendecke in einigen Bereichen bröselt, an die Außentreppe des Hortes und an eine Geländeerhöhung.

Am Roßweiner Rathaus möchte die Stadt die historischen Bleiglasfenster von großem und kleinem Saal erneuern lassen und mit vorgesetzten neuen Fenstern künftig den Wärmeverlust eindämmen. An der Förderschule Albert Schweitzer ist das Ersetzen der bestehenden Ölheizung durch eine Gasheizung geplant.

Leer ausgehen sollen auch die Kindergärten nicht. In Niederstriegis ist im Eingangsbereich ein Anbau für einen Funktionsraum erforderlich. Weil dort die alte Heizungsanlage bereits ihren Dienst versagt hat, musste kürzlich eine neue eingebaut werden. Auch dafür soll Geld rückwirkend aus dem Fördertopf fließen, was laut Bauamtsleiterin Petra Steurer möglich ist. Für die Kita in der Böhrigener Straße stehen die Erneuerung der Wasserleitung, der Umbau des Waschraums und der Fußboden im Sportraum auf dem Programm. Verbaut sein muss das Geld vom Bund bis Ende 2018 und vom Land bis 2020.

Mittel aus einer zusätzlichen Investitionspauschale sollen ab 2017 in vier Jahresscheiben in einer Gesamthöhe von fast 90 500 Euro fließen. Auch dafür ist die Wunschliste bereits vorhanden: eine Photovoltaikanlage auf der neuen Zweifeldsporthalle, die Sanierung der Gebäudehülle und des Fußbodens der Friedhofs-Kapelle sowie die weitere Modernisierung der Straßenbeleuchtung.

Von Olaf Büchel

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