Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Roßwein würdigt das (unbezahlbare) Ehrenamt
Region Döbeln Roßwein würdigt das (unbezahlbare) Ehrenamt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:29 28.09.2018
Anika und Aline Cyrnik erhielten den Roßweiner Ehrenamtspreis in der Kategorie „Meine Stadt“. Quelle: Olaf Büchel
Rosswein

Beim 5. Ehrenamtstag würdigte Roßwein am Freitagabend besonders engagierte und selbstlose Bürger. Knapp 100 geladene Gäste waren in den großen Ratssaal gekommen. Zunächst konnten sie sich beim Kabarettprogramm „Wir sehen uns“ mit Peter Treuner, Jens Eulenberger und Jörg Leistner vergnügen. Danach wurden ausgewählte Ehrenamtliche ausgezeichnet.

Kurt Fischer, Kategorie Leben im Dorf

„Ein Anruf genügt und Kurt ist da“, schilderte Roßweins Hauptamtleiter Ronny Kienert, wie sich die Einwohner der ortsteile Seifersdorf und Neuseifersdorf aufKurt Fischer verlassen können. Er gehört zu den Gründungsmitgliedern des Orts- und Feuerwehrvereins Seifersdorf. Der 76-Jährige konnte aus gesundheitlichen Gründen seine Auszeichnung nicht persönlich entgegennehmen.

Marie-Luise Peschel, Kategorie Brauchtum

„Sie belebt andere mit ihren Bildern“, sagte der Laudator, Pfarrer Heiko Jadatz, zur Roßweiner Künstlerin Marie-Luise Peschel. Mittlerweile seien ihre Bilder in Öl und Tusche „Markenzeichen und Institutionen“ der Muldestadt. So hat sie unter anderem fast 30 verschiedene Ansichten ihrer Heimatstadt Roßwein gemalt. „Und viele Roßweiner haben mittlerweile einen echten Peschel in der eigenen Stube hängen“, so Pfarrer Jadatz.

Rosmarie Schindler, Kategorie Gute Seele

„Seit Jahrzehnten lebt Rosi den ehrenamtlichen Einsatz selbst vor“, lobte Vize-Bürgermeister Peter Krause. Seit 1968 ist Rosemarie Schindler im Deutschen Roten Kreuz aktiv. Sie half bei der Verköstigung von Blutspendern und seit zehn Jahren betreut sie die Kleiderkammer der Stadt Roßwein. Viele Menschen bringen Kleidung zu ihr oder holen welche. Peter Krause: „Die meisten sind dankbar, manche aber auch arrogant. So hat sie es mir gesagt“ Rosemarie Schindler ist ebenfalls für die Roßweiner Tafel aktiv, die es nun schon seit zehn Jahren in der Stadt gibt.

Anika und Aline Cyrnik, Kategorie Meine Stadt

„Es sind unsere zwei charmanten Akkordeonschwestern“, freute sich der ehemalige Niederstriegiser Ortsvorsteher Heinz Martin darüber, dass die beiden Grunauerinnen den Ehrenamtspreis erhielten. Seit frühester Kindheit musizieren Anika und Aline Cyrnik. „Sie spielen hervorragend Akkordeon, begeistern mit ihrer Musik die Menschen, wollen sich immer weiter verbessern. Die in Deutschland und Europa erzielten Erfolge sind Ausdruck ihrer Meisterschaft. Und mit jedem ihrer Auftritte präsentieren sie auch unsere Stadt Roßwein“, sagte Heinz Martin.

Zehn Blutspender, Kategorie Soziales Engagement

Für ihre regelmäßigen und inzwischen über Jahrzehnte reichenden Blutspenden wurden folgende Roßweiner ausgezeichnet: Frank Schumann, Silvia Funke, Margitta Theißig, Lutz Kräher, Bettina und Ronald Hacker, Jens Pigorsch, Dietmar Vogel, Jens Funke und Michael Klöden. „Blutspender helfen, Leid zu lindern, Leben zu retten“, würdigte Rolf Linke, Vorstandsmitglied des DRK Döbeln-Hainichen, diesen Einsatz. 18 000 Blutspenden würden in Deutschland täglich benötigt, verdeutlichte Linke den großen Bedarf für den Lebenssaft.

Ehrenamt ist nicht zu kaufen

Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) hob hervor, dass in diesem Jahr so viele Vorschläge wie noch nie das Rathaus für den Ehrenamtspreis erreicht hätten. Er dankte allen Einwohnern, die sich auf verschiedenste Weise unentgeltlich für ihre Stadt, ihr Dorf und die Menschen einsetzten. Lindner: „Neben Glück, Gesundheit und Freundschaft gehört das Ehrenamt zu den Dingen im Leben, die man nicht kaufen kann.“ Der Bürgermeister sprach auch Nachwuchsprobleme im Ehrenamtsbereich an, mit denen gerade Vereine zu kämpfen hätten. In Roßwein löste sich 2017 der Männerchor auf und auch im Geflügelzuchtverein sei die Situation schwierig. „Wir wollen Anfang 2019 eine Ehrenamtsbörse im Rathaus ausrichten. Es gibt den Neubürgerempfang und das Vereinsfrühstück“, zählte Veit Lindner auf, wie versucht wird gegenzusteuern.

Von Olaf Büchel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In der Talsperre Kriebstein und im Stausee Baderitz bei Zschaitz haben sich Cyanobakterien – auch bekannt als Blaualgen – ausgebreitet. In beiden Gewässern gilt ein Badeverbot. Die Plage dürfte aber bald wieder verschwinden.

28.09.2018

Für die Vorstellung am Samstagabend stellte der Zirkus den DAZ-Lesern fünf mal zwei Freikarten zur Verfügung. Aus über 50 Einsendungen entschied das Losglück.

28.09.2018

Ein Generationswechsel steht bei der Wohnungsgenossenschfat Fortschritt in Döbeln an: Im Januar folgt Sven Viehrig (41) auf Stefan Viehrig (66).

28.09.2018