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Döbeln Roßweiner Dampfmaschine knackt 500. Betriebsstunde
Region Döbeln Roßweiner Dampfmaschine knackt 500. Betriebsstunde
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12:46 22.02.2018
Renate Dathe ist seit Jahresbeginn Vereinsmitglied. Quelle: Sven Bartsch
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Rosswein

Die Hanomag-Dampfmaschine soll dieses Wochenende ihre 500. Betriebsstunde absolvieren. An der ehemaligen Tuchmacherinnung an der Stadtbadstraße stehen die 6. Roßweiner Dampftage auf dem Programm. Die Besucher können sich dabei auch davon überzeugen, wie weit der Dampfmaschinenverein mit seinem aktuellen Projekt ist.

„Seit der Inbetriebnahme im Jahr 2010 ist die Dampfmaschine 483 Stunden bei unseren verschiedenen Events gelaufen. Mit dem Probebetrieb und den beiden Dampftagen am Wochenende knacken wir jetzt die 500-Stunden-Marke mit Sicherheit“, ist Vereinsvorsitzender Dieter Kranz überzeugt. Wenn dieser von Inbetriebnahme 2010 spricht, dann heißt das natürlich nach der Restaurierung der Tandem-Verbundmaschine. Mit Baujahr 1911 hat diese nun schon 106 Jahre auf dem Schwungrad. In der Hochzeit zwischen den beiden Weltkriegen lief das 160 PS starke Wunderwerk der Technik sozusagen rund um die Uhr. „Die Maschine arbeitete damals in drei Schichten und trieb einen Maschinenpark mit bis zu 66 Textilmaschinen an. Wenn die Dampfmaschine gut gepflegt wird, ist so eine Belastung für sie kein Problem“, sagt Fachmann Kranz.

Die 500 Dampfstunden nach der Wiederinbetriebnahme sind also vergleichsweise nur ein Klacks? Weit gefehlt. Für den Verein ist jeder Betrieb eine besondere Herausforderung. Nach längeren Standzeiten bedarf das schrittweise Hochfahren der Anlage viel Fingerspitzengefühl und ist mit einigem Aufwand verbunden. „Vor allem müssen wir auf das Kondenswasser achten. Das richtet sonst gewaltigen Schaden an“, erklärt Dieter Kranz. Penible Instandhaltung und nicht zu vernachlässigende Instandsetzungen kommen hinzu. Aktuell war das für die Kegel- und Tellerradgetriebe von Haupt- und Grundsteuerwelle erforderlich. „Besonders wichtig für die Betriebsbereitschaft war auch die Prüfung unseres originalen Sulzberger Dampfkessels durch den TÜV. Es erfolgten die notwendigen Druckbelastungen und Dichtheitskontrollen mit dem Ergebnis, dass alles in Ordnung ist. Sicherheit geht schließlich vor“, sagt der Vereinschef.

Ein gutes Stück vorangekommen sind die Dampfmaschinenfreunde auch mit ihrer „Lengefelder“. Der Einbau der 3,20 Meter langen und 550 Kilogramm schweren Hauptwelle ist geschafft. Kranz: „ Das war eine echte ingenieurtechnische Herausforderung. Mit der Fachkompetenz unserer Mitglieder Rainer Lantzsch und Dieter Beyer sowie dem entsprechenden Equipment ist die Montage erfolgreich gelungen.“ Als nächstes steht im Sommer der Zusammenbau der beiden Schwungradhälften an, die jeweils stattliche anderthalb Tonnen auf die Waage bringen und auf der Hauptwelle fixiert werden müssen. Ziel für dieses Jahr ist noch, mit Hilfe des Ehrenmitglieds Thomas Partzsch die Lengefelder Dampfmaschine zum Tag des offenen Denkmals im September zunächst elektromotorisch antreiben zu können.

6. Roßweiner Dampftage, 27. und 28. Mai, jeweils 10 bis 17 Uhr, im Domizil des Dampfmaschinenvereins, Stadtbadstraße 40

Von Olaf Büchel

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