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Döbeln Rossweiner Heimatverein feiert 20-jähriges Bestehen
Region Döbeln Rossweiner Heimatverein feiert 20-jähriges Bestehen
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00:23 19.09.2018
Martina Thiele (2.v.l.) hält den Ehrenamtspreis der Stadt Roßwein in den Händen. Den bekam der Heimatverein für 20 Jahre Engagement in der Stadt. Quelle: André Pitz
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Rosswein

„Wir kramen in der Vergangenheit, versuchen die Gegenwart zu verstehen und tun alles, um die Zukunft mitzugestalten“, sagte Martina Thiele, am Sonnabend mit Stolz geschwellter Brust. Und dazu hatte die Vorsitzende des Roßweiner Heimatvereins allen Grund, denn der besteht mittlerweile seit 20 Jahren und das wurde im großen Sitzungssaal des Rathauses gebührend gefeiert.

Ehrenamtliches Engagement

„Rückblickend habe ich ganz schön gestaunt, was der Verein in unzähligen ehrenamtlichen Stunden alles auf die Beine gestellt hat“, rekapitulierte die Vorsitzende vor den geladenen Gästen inklusive Bürgermeister Veit Lindner (parteilos), anderen Roßweiner Vereinen sowie Vertretern der Mitteldeutschen Kameliengesellschaft.

Startschuss vor 20 Jahren

Der Startschuss fiel am 15. Januar 1998. „Damals waren wir jung und haben noch gar nicht daran gedacht, dass es uns mal so lange geben wird“, sagt Thiele und lacht. Viele Dinge bewegte der Verein in all den Jahren. Nicht nur wühlte die Truppe ein heimatgeschichtlichen Dokumenten, sondern sie sorgte auch dafür, dass die Stadt heute ihr eigenes Heimatmuseum direkt am Markt hat. Lediglich zwei Jahre nach Vereinsgründung kümmerte sich der Verein um die Wiederherrichtung der schmucken Postmeilensäule. Darüber hinaus gehen die Vereinsmitglieder bis heute an Schulen und führen den Roßweiner Nachwuchs im Rahmen von Projekttagen an die Heimatgeschichte heran. Erst vor drei Wochen sind die Arbeiten an der zweiten Dachhälfte des Kamelienhauses im Wolfstal dank der Unterstützung zahlreicher Sponsoren abgeschlossen worden.

Bürgermeister würdigt Heimatverein

Dieses Engagement würdigte auch der Bürgermeister in einem Grußwort an die Heimatfreunde: „Das ist ein Verein, von dem man denkt, dass jede Gemeinde einen haben und voller stolz auf deren Arbeit zurückblicken sollte.“ Und stolz sei die Stadt. „Aber es ist keine Selbstverständlichkeit, solche verrückten und motivierten Bürger zu finden.“ Heute sind Kamelienhaus und Postmeilensäule quasi Wahrzeichen der Stadt – eine Stadt, in der sich die Vereinsmitglieder bestens auskennen und dieses Wissen auch immer wieder zu Stadtführungen oder Nachtwanderungen weitergeben. „Wobei man feststellt, dass manches Gebäude nachts genauso schlimm aussieht wie am Tag“, warf Lindner mit einer Prise Selbstironie ein. Zum Dank überreichte das Stadtoberhaupt den Rossweiner Ehrenamtspreis in der Brauchtums-Kategorie – „als Dankeschön und damit dieses Engagement nie versiegen mag.“

Motiviert trotz Nachwuchssorgen

Darauf hoffen auch die Heimatfreunde. Doch das leidige Dauerthema der Nachwuchssorgen ist auch in Roßwein omnipräsent. 19 Mitglieder hat der Verein derzeit. Davon wohnt gut die Hälfte mittlerweile am anderen Ende der Republik, unterstützt aber aus Heimatverbundenheit finanziell. Aber davon lassen sich die Roßweiner nicht unterkriegen. Gewissenhaft wird bereits jetzt auf den diesjährigen Weihnachtsmarkt geblickt.

Von André Pitz

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