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Roßweiner Oberschule erreicht Kapazitätsgrenze

Bildung Roßweiner Oberschule erreicht Kapazitätsgrenze

Die Roßweiner Geschwister-Scholl-Oberschule ist fast ausgelastet. Darüber informierte Schulleiter und Stadtrat Thomas Winter in der jüngsten Ratssitzung. Dennoch sei der Start ins neue Schuljahr so problemlos wie selten verlaufen. Winter kündigte zudem die Feierlichkeiten zum 125-jährigen Schuljubiläum an, die für 17. September geplant sind.

Die Roßweiner Oberschule präsentiert sich gern der Öffentlichkeit, wie hier, als Vize-Schulleiter Gerd Baumert Senioren der Stadt begrüßt. Am 17. September soll es anlässlich des 125-jährigen Schuljubiläums wieder einen Tag der offenen Tür geben.

Quelle: Sven Bartsch

Rosswein. Die Geschwister-Scholl-Oberschule in Roßwein ist fast ausgelastet. Darüber informierte Schulleiter und Stadtrat Thomas Winter in der jüngsten Ratssitzung. Dennoch sei der Start ins neue Schuljahr so problemlos wie selten verlaufen. Winter kündigte zudem die Feierlichkeiten anlässlich des 125-jährigen Schuljubiläums an, die für 17. September geplant sind.

„Wir hatten noch nie einen so ruhigen, kontinuierlichen und reibungslosen Start ins neue Schuljahr wie dieses Mal“, verkündete Schulleiter Winter und wollte damit zunächst ein positives Zeichen setzen. Denn kurz zuvor hatte sein SPD-Fraktionskollege Uwe Hachmann angeregt, ein reichliches Jahr nach der Eröffnung der sanierten und modernisierten Oberschule demnächst auch einmal auf Dinge zu schauen, die im Schulbetrieb nicht so gut laufen.

Immerhin: die Schollschule ist fast ausgelastet, wie Thomas Winter erklärte. Bei aktuell 329 Schülern in 13 Klassen geben es eine durchschnittliche Belegung der Klassen mit 25,3 Schülern, was sich im ersten Moment nicht schlecht anhört. Doch zieht man laut Winter die derzeit 56 Zehntklässler, die in drei Klassen lernen, ab, ergibt sich für die fünften bis neunten Klassen eine Belegung mit durchschnittlich 27,4 Schülern. „Wenn man weiß, dass die Höchstschülerzahl pro Klasse bei 28 liegt, dann zeigt das, dass die Kapazitätsgrenze in diesen Klassenstufen erreicht ist. In einer Klasse haben wir sogar 29 Schüler“, berichtete Winter.

Während Lehrermangel und Unterrichtsausfall auch in der Döbelner Region immer wieder ein Thema ist, gibt Thomas Winter für die Schollschule Entwarnung: „Wir sind in der glücklichen Lage, den gesamten Unterricht sachgerecht und planmäßig absolvieren zu können. Dieses Schuljahr funktioniert das noch relativ kontinuierlich.“

Für den 17. September kündigt der Schulleiter die Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen der Roßweiner Oberschule an. Sport, Spaß und Spiel, abgesichert durch Lehrer, Eltern und Förderverein, sind für den Vormittag des dritten Septembersonnabends geplant. In der neuen Sporthalle stellen sich Vereine mit Schnupperkursen vor, die Schule lädt zum Tag der offenen Tür ein und am Nachmittag gibt es ein großes Treffen ehemaliger Lehrerkollegen.

Ebenfalls Thema im Stadtrat war die Grafestraße, genauer der Teil zwischen den beiden vorhandenen Toren, der eigentlich dem Schulgelände zuzuordnen ist, bislang aber immer noch als öffentliche Straße gewidmet war. Die Räte beschlossen mehrheitlich bei fünf Enthaltungen und einer Gegenstimme, den genannten Abschnitt laut Sächsischem Straßengesetz einzuziehen. Das heißt, damit ist dieser auch ganz offiziell nicht mehr öffentliche Straße. Voran ging eine rege Diskussion. Stadtrat Hubert Paßehr (CDU) wollte wissen, wo bei einer öffentlichen Straße eigentlich das Problem liegt. Und er befürchtete, dass nun die Bürger von einer mit viel Geld modernisierten Schule ausgeschlossen sein werden. Schulleiter Thomas Winter und sein Vize Gerd Baumert zeigten sich hingegen sehr zufrieden, dass „mit der Grafestraße jetzt alles rechtlich sauber geklärt wird“. Die Schulleitung könne jetzt für den Platz vor der Schule, der auch bei der Hofpause von den Schülern genutzt werde, besser das Hausrecht ausüben. Nützlich wäre das beispielsweise bei ungebetenen Gästen oder bei Eltern, die das Gelände zu rasant mit dem Auto befahren, um ihre Kinder abzuliefern. Das hieße aber nicht, dass Bürger ausgeschlossen bleiben. Trotz möglicherweise geschlossener großer Tore sollen die kleinen Tore für Fußgänger während der Dienstzeit des Hausmeisters offen sein.

Von Olaf Büchel

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