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Döbeln Roßweiner helfen Sindy Krahl: Über 450 Leute lassen sich typisieren
Region Döbeln Roßweiner helfen Sindy Krahl: Über 450 Leute lassen sich typisieren
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Sindy Krahl (l.) schaute am Sonnabend selbst bei der Typisierung vorbei. Ihre Freundin Sarah Rodriguez Abello hatte diese organisiert, um einen passenden Stammzellenspender für die junge Frau zu finden, die an Leukämie erkrankt ist. Quelle: Dirk Wurzel
Rosswein

Mit Kopfschmerzen fing es an. Diese ließen Sindy Krahl aus Roßwein zum Arzt gehen, der einen Verdacht hatte und die 28-Jährige zum Spezialisten überwies. Dort bekam sie die schreckliche Diagnose: Leukämie. „Bis auf die Kopfschmerzen habe ich gar nichts mitbekommen“, berichtete die junge Frau am Sonnabend in Roßwein, wo sich hunderte hilfsbereite Leute eingefunden hatten.

In der Gaststätte Hempel ließen sie sich Blut abnehmen. Das wird im Labor untersucht, um so einen passenden Stammzellenspender für Sindy Krahl zu finden. „Als sie heute hier um die Ecke kam, hatten wir Tränen in den Augen“, sagte Sarah Rodriguez Abello, wie der Überraschungsbesuch ihrer Freundin bei den vielen Helfern der Typisierungsaktion ankam. Aber so konnte Sindy Krahl gleich noch mal kurz auf dem Utopia-Fest im benachbarten Jugendhaus vorbei schauen. Die Klinik hatte ihr gewissermaßen Urlaub gegeben. Damit sie sich bei ihrem geschwächten Immunsystem keine Infektion einfängt, musste die junge Frau einen Mundschutz tragen.

Währen des Gespräches mit dem DAZ Reporter flogen in der Gaststätte Hempel die Stifte über das Papier, drangen Hohlnadeln in die Venen der Menschein ein, die sich zur Typisierung eingefunden hatten. Literweise Blut landete in den Proberöhrchen aus Kunststoff. Dies alles zu bewerkstelligen, war ein gewaltiger personeller Aufwand. Allein 23 Helfer nahmen die Daten der Leute auf, die sich typisieren ließen. Nach der Erfassung gingen die potenziellen Spender zum Blutziehen, das Krankenschwestern, Krankenpfleger und auch einige Ärzte vornahmen. „Wir sind mit 70 Helfern im Einsatz“, sagt Sarah Rodriguez Abello. Sie hat sich an die Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) gewandt und die Typisierung für ihre Freundin organisiert. Der Termin lag nicht zufällig auf dem Tag, an dem im Jugendhaus das Utopia-Fest stieg. Das sollte mehr Blutproben für die Typisierung bringen – und damit womöglich den lebensrettenden kompatiblen Stammzellenspender.

Bis Sonnabend gegen 17 Uhr hatten sich etwa 450 Leute eingefunden. Überhaupt hatte man den Eindruck, dass die ganze Stadt auf den Beinen ist, um über persönliche Grenzen hinweg an dieser Hilfsaktion teilzunehmen. Sindy Krahl jedenfalls ist mit dem Zulauf zufrieden. Nur ihre Augen verrieten am Sonnabend, wenn sie lächelte.

Von Dirk Wurzel

Mit einem ungewöhnlichen Aufbruchswerkzeug hatte sich am Freitagabend ein Unbekannter Zugang zu einer Wohnung in Döbeln verschafft. Der Sachschaden ist beträchtlich.

Tüchtig getankt hatte ein Renaultfahrer, der sich am Freitag selbst aus dem Verkehr gezogen hat.

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