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Döbeln Rost hat an Roßweiner Wanne-Brücke keine Chance
Region Döbeln Rost hat an Roßweiner Wanne-Brücke keine Chance
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00:20 12.08.2017
Holger Schindler und Frank Hänisch (v.l.) arbeiten an der Wanne-Brücke. Quelle: Gerhard Dörner
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Rosswein

Beim normalen Überqueren der Wanne-Brücke bleiben sie den Blicken verborgen. Trotzdem sind die fünf Stahlverbundträger, die sich unter dem Bauwerk befinden und die Last des Überbaus tragen müssen, gewaltig. Damit sie möglichst noch lange halten, führen Mitarbeiter der Firma Penzhorn aus Oelsnitz gerade umfangreiche Korrosionsschutzarbeiten daran aus.

Holger Schindler und Frank Hänisch müssen dabei ziemlich oft eine gebückte Haltung einnehmen oder in die Hocke gehen. Immerhin: Ein extra errichtetes Hängegerüst hilft den beiden Männern bei der Arbeit, die sozusagen zwischen Fluss und Brückenbeton schweben. „Am Ende unserer Arbeiten hat die Brücke wieder so einen Korrosionsschutz, wie bei ihrer Errichtung“, verspricht Vorarbeiter Holger Schindler. Viele Arbeitsschritte sind dafür notwendig. Schadhafte Stellen wurden sandgestrahlt, dann erhalten diese Bereiche eine Grundierung, es erfolgt eine Zwischen- und schließlich eine Deckbeschichtung der Stahlträger. Einen Kantenschutz tragen die Männer ebenfalls noch auf. Dabei sprühen sie die verschiedenen Schichten nicht auf, sondern arbeiten ganz konventionell mit Pinseln beziehungsweise mit Rollern. Bei der riesigen Fläche ist das beachtlich: Insgesamt müssen die Arbeiter bei der Maßnahme 525 Quadratmeter Farbbeschichtung der Stahlverbundträger sanieren „Wir liegen ganz gut in der Zeit. Nächste Woche wird vermutlich schon das erste Grün zu sehen sein“, sagt Holger Schindler. Am Ende sollen die Träger nämlich wieder so grün aussehen, wie sie ursprünglich waren.

Neu gemacht wird auch der Korrosionsschutz und der Anstrich der Brückengeländer, die einen blau-grünen Farbton und eine Gesamtlänge von 77 Metern haben. Das Geländer an der Ostseite ist zurzeit mit einem Gerüst und starken Folien eingehaust. „Das dient vor allem dem Wetterschutz. Wenn das Wetter gut bleibt, können wir uns das Einhausen des anderen Geländers vielleicht sparen“, erklärt Schindler. Befahrbar ist die Brücke nach wie vor aus beiden Richtungen. Wegen der Einhausung wird es bei Begegnungsverkehr eng, weshalb ein Fahrzeug warten sollte.

Insgesamt kostet der Korrosionsschutz der Roßweiner Wanne-Brücke rund 41 300 Euro und ist Bestandteil einer Hochwasserschadensbeseitigung. Zuvor waren bereits Flügelwände auf Bohrpfählen zum Schutz der Widerlager errichtet worden.

Von Olaf Büchel

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