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Döbeln Rot oder weiß? Hauptsache gesellig!
Region Döbeln Rot oder weiß? Hauptsache gesellig!
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00:19 13.09.2017
Trotz Regenschauer gut besucht. Quelle: Gerhard Dörner
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Döbeln

Rot oder weiß? Vielleicht doch lieber rosé? Was trinken die Döbelner denn nun am liebsten für einen Wein? Dass sich die Frage nicht so leicht beantworten lässt, weiß Marina Haase. „Oftmals hängt es vom Wetter ab“, macht die Inhaberin der Döbelner Wein & Hexenküche einen Versuch. „Ist es wärmer, trinken die Leute meistens lieber Weißwein.“ Marina Haase ist eine der Initiatoren des Döbelner Weinfestes. „Vor zehn Jahren saßen ein paar Händler an einem Tisch und kamen auf die Idee, ein Weinfest in Döbeln zu starten“, erinnert sie sich.

Zurück an die Nicolaikirche

Gesagt, getan. Die Händler holten sich die Stadt Döbeln ins Boot und die Traditionsveranstaltung war geboren. Zum zweiten Mal findet das Weinfest auf dem Niedermarkt beziehungsweise der Breiten Straße statt. Eigentlich ist es an der Nicolaikirche verwurzelt. Dorthin wollen die Weinhändler auch wieder zurück. „Da stimmt das Flair“, weiß Marina Haase. Weil am Gotteshaus aber seit Monaten bauliche gewerkelt wird, musste das Weinfest bereits im vergangenen Jahr umziehen. „Wir hatten gehofft, schon in diesem Jahr wieder an der Nicolaikirche feiern zu können, aber daraus wurde nichts.“

Weißwein trinkt man kalt

Macht aber nichts, waren sich Besucher und Händler einig. Schön ist es mitten in der Stadt auch. „Vor allem, weil einige Läden eben doch noch offen haben und das besonders den Besuchern gefällt.“ Einer der Besucher ist Fritz Lehmann. Der Ostrauer kommt seit fünf Jahren zum Döbelner Weinfest. „Genau genommen komme ich jedes Jahr zweimal. Einmal am Nachmittag und dann am Abend nochmal“, schmunzelt der 64-Jährige. Und siehe da: Nachmittags trinkt er ein Glas Weißwein. „Den Rotwein hebe ich mir für abends auf.“ Die Theorie hatte auch Händlerin Marina Haase. „Meistens starten die Leute mit einem Weißwein, später kommt dann der Rotwein“, erklärt sie. Und wer es noch nicht wusste: Weißwein trinkt man kalt, Rotwein bei Zimmertemperatur.

Bier oder Wein?

Antje Kreskowsky mag den roten Tropfen gar nicht so gern. Nur zu besonderen Anlässen, sagt die Döbelnerin. „Ehrlich gesagt, bin ich heute für ein, zwei Gläser Federweißer hier“, so die 47-Jährige. Gemeinsam mit ihren zwei besten Freundinnen – eine eingeschworene Mädelsrunde – stößt sie an. „Auf was?“, fragt sie ihre Begleiterinnen. „Auf uns!“, lautete das eindeutige Fazit.

Blasmusik auf der Bühne

Während die Originale Jahnataler Blasmusikanten auf der Bühne alles gaben, tummelten sich die Besucher auf dem Niedermarkt und der Breiten Straße. Zahlreiche Tische und Bänke luden zum Verweilen ein. Die Tanzperlen des Zschopautals boten ebenfalls ein kleines Programm. Am Abend gab es Rock’n’Roll und Soul auf die Ohren. Immer dabei: ein Gläschen Wein. Wer genau hinsah, entdeckte auch die Biertrinker. So wie Horst Jahn. „Ich mag keinen Wein, dafür aber die Geselligkeit hier. Ob ich nun Bier oder Wein trinke, ist doch egal.“ Recht hat er.

Von Stephanie Helm

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