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Döbeln Rotarier unterstützen Förderverein Kloster Buch
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15:23 17.03.2017
Scheckübergabe im Museumsraum im Abthaus von Kloster Buch. Quelle: Sven Bartsch
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Klosterbuch

Wer den ersten Bauernmarkt des Jahres im Kloster Buch vor einer Wochen besucht hat, sieht sich vielleicht bald über die Mattscheibe flimmern: Ein Team vom MDR-Fernsehen hatte den Saisonauftakt genutzt und für die Sendung „ Ein Dorf hat Wochenende“ auf dem Klosterareal vorbei geschaut.

„Zum ersten Bauernmarkt des Jahres brummt es immer bei uns“, weiß Rica Zirnsack vom Klosterförderverein. Um so erfreulicher sei es, wenn in dem Moment ein Fernsehteam vor Ort ist. Ausgestrahlt wird der Beitrag am 26. März um 9 Uhr, eine Wiederholung gebe es am 1. April um 12.45 Uhr. Am 1. April wird auch direkt im Kloster etwas los sein: Die Autorin Astrid Lose stellt ihr Buch „Geheimnisse aus dem Land des Roten Porphyr“ während einer Lesung vor. Literaturinteressierte Klosterbesucher können sich den Sonnabend, 1. April, 14 Uhr, im Kalender vormerken.

Sanierung ohne Spenden nicht finanzierbar

Nach dem Saisonauftakt mit einem sehr gut besuchten Bauernmarkt stand dem Förderverein Kloster Buch am Freitag das jüngste erfreuliches Ereignis ins Haus: Aus einer Aktion vom Rotary-Club Döbeln-Mittelsachsen fließen dem Verein 5000 Euro zu. Dabei handelt es sich um den Erlös aus der jüngsten Weihnachtskalenderaktion der Döbelner Rotarier. Jürgen Vogel, Holger Jentzsch und Steffen Blech schauten persönlich beim Förderverein vorbei und ließen den symbolischen Scheck da.

Mit dem Verkauf der speziellen Weihnachtskalender unterstützen die Rotarier den Verein, der momentan mit dem Erhalt der historischen Bausubstanz extrem gefordert ist. Rica Zirnsack: „Es ist ein großes Glück für uns, wenn dem Verein auf derartigen Wegen Mittel zufließen. Aus den Erlösen, die der Verein selbst erwirtschaftet, unter anderem mit dem Bauernmarkt, sind die Sanierungsarbeiten nicht finanzierbar.“ Momentan müsse für das Abthaus sehr viel mehr Sanierungsgeld aufgebracht werden, als der Verein überhaupt aus eigener Kraft erwirtschaften kann. „Der Verein alleine wäre mit dem Projekt schlichtweg überfordert.“

Handgewebtes Altartuch in der Farbe der Hoffnung

Schon in den kleinen Dingen gibt es derzeit Neues zu entdecken im Kloster. Wer die Andachten mit Pfarrer Lutz Behrisch in der Gutskapelle besucht, wird dort ein neues, in der Farbe Grün gehaltenes Altartuch entdecken. Rica Zirnsack: „Über dieses neue Antependium freuen wir uns sehr. Unser Vereinsmitglied Jörg Senf hat es handgewebt und uns zur Verfügung gestellt. Zum ersten Bauernmarkt hat es uns überreicht.“ In der Gutskapelle können Paare im Übrigen auch den Bund fürs Leben schließen , auch kirchlich. DieKapelle ist evangelisch geweiht. „Geheiratet werden kann sowohl evangelisch als auch katholisch. Das Paar kümmert sich selbst um einen Pfarrer für die Trauung. Für die Feier im kann der Kuhstall genutzt werden. Das haben einige Paare in der Vergangenheit schon so organisiert“, so Rica Zirnsack weiter.

Vor 825 Jahren Erstbezug des Klosters

Im zwanzigsten Jahr seines Bestehens hat der Förderverein Kloster Buch finanziell mit dem jüngsten großen Sanierungsvorhaben Großes zu leisten. Parallel zu den Anstrengungen rund um die Sanierungsarbeiten hält dieses Jahr für die Gäste des Klosters, aber auch für den Verein, einige Höhepunkte bereit. Die Vorbereitungen dafür laufen beziehungsweise sind zu einem großen Teil bereits abgeschlossen. Unter anderem wird das zwanzigjährige Bestehen des Vereins gefeiert. Mit einer Sonderführung soll parallel dazu dem 825. Gründungsjahrestag des Klosters Rechnung getragen werden. Ebenso geht es um das Kloster Buch während der Reformationszeit. Beide Führungen leitet mit Friedrich Gentzsch ein Mann aus der 12-köprigen Riege der Kloster-Führer.

Hintergrund: Besondere Führungen und Vorträge

Dieses Jahr spielt im Führungs- Programm des Klosters Buch das Reformationsjubiläum eine herausragende Rolle. Folgende Termine stehen bereits fest:

4. Juni: Vortrag mit Superintendent Arnold Liebers, im neuen Museumsraum im Abthaus zum Thema „Klosterauflösung und Entstehung der Suptur Leisnig“

8. Juli, 11.30 Uhr: Turmuhrführung mit Dr. Bert Meister

10. August, 17 Uhr: Sonderführung mit Dr. Friedrich Gentzsch zum Thema „Die Gründungsgeschichte des Klosters“

12. August: 11.30 Uhr: Turnuhrführung mit Bert Meister

17. August, 17 Uhr, Sonderführung mit Friedrich Gentzsch zum Thema „Das Kloster in der Reformationszeit“

3. Oktober, 14 Uhr Erzählführung mit Bert Meister

8. Oktober, 14 Uhr: Sonderführung mit Sabine Patzelt, Thema: „Auf den Spuren den Schreibermönche im Kloster Buch“

Von Steffi Robak

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