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Döbeln Rund ein Drittel der Zschaitzer Hunde nicht gemeldet
Region Döbeln Rund ein Drittel der Zschaitzer Hunde nicht gemeldet
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20:00 07.09.2018
Die Gemeinde Zschaitz-Ottewig will alle nicht gemeldeten Hunde in der Kommune erfassen. Quelle: Volkmar Heinz (Archiv)
Zschaitz

Für Hundebesitzer in der Gemeinde Zschaitz-Ottewig wird es teurer: Wie der Gemeinderat auf seiner Sitzung zu Beginn der Woche beschloss, steigt die Hundesteuer ab Januar 2019. Dann sind für den ersten Hund 40 Euro fällig – 15 Euro mehr als bisher. Ab dem zweiten Hund kostet es künftig 70 Euro. Bei als gefährlich eingestuften Rassen wie den Terrier-Arten American Staffordshire, Bullterrier oder Pitbull steigt die Steuer um das Achtfache im Vergleich zum normalen Hund. Das wären ab Januar 320 statt 200 Euro jährlich. Die Rechtsaufsichtsbehörde es Landkreises hat der neuen Satzung bereits zugestimmt.

„Damit passen wir den Steuersatz unserer Gemeinde an den der Nachbarkommunen an“, sagte Bürgermeister Immo Barkawitz (Freie Wähler). Die alte Satzung stamme noch aus dem Jahr 2001. Nach wie vor ausgenommen von der Hundesteuer bleiben beispielsweise Blindenführhunde sowie Tiere von Jagdpächtern und Forstmitarbeitern, zu deren Aufgaben die Jagd gehört.

Jeder Hund wird erfasst

Zugleich will die Gemeindeverwaltung den nicht angemeldeten Hunden auf die Schliche kommen. Rund 30 Prozent der Hunde im Gemeindegebiet seien ohne Steuermarke, schätzt Barkawitz. Dagegen wolle er akribisch vorgehen. „Es wird mit Arbeit verbunden sein, alle Hunde zu erfassen, aber jeder soll zahlen und nicht nur diejenigen, die immer die Regeln beachten“, sagte er.

Zumal die Anmeldung denkbar einfach ist. Bei einem Besuch in der Gemeindeverwaltung ist die Anmeldung eine Sache von Minuten. Das notwendige Formular gibt es auch auf der Internetpräsenz der Kommune zum Herunterladen und zu Hause Vorausfüllen.

Mehr Kosten für Reinigung

Ein Grund für die Erhöhung ist zudem die steigende Zahl an Hunden, was mit mehr Reinigungskosten verbunden ist. Vermehrt sei zuletzt Hundekot an Rad- und Gehwegen festgestellt worden. Gleiches gelte für den Sportplatz Hinweisschilder würden dabei einfach ignoriert, so Barkawitz.

Gut wäre auch eine Steuer für andere Tierarten wie Pferde, meint Barkawitz, da man sehr mit der Beseitigung der Hinterlassenschaften zu kämpfen habe. Das sei allerdings als Kommune nicht umzusetzen. Und so bliebe nur, weiterhin an die Vernunft der Tierhalter zu appellieren.

Von Sebastian Fink

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