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S 36 zwischen Hartha und Leisnig: Feld überschwemmt, Straßenmulde verstopft

Nachwehen einer Straßensanierung S 36 zwischen Hartha und Leisnig: Feld überschwemmt, Straßenmulde verstopft

Die Freude war groß als die sanierte Staatsstraße 36 zwischen Hartha und Leisnig im September 2015 freigegeben wurde. Doch es gibt auch Schattenseiten: So wurden beispielsweise die Drainagen eines angrenzenden Feldes zerstört. Erst kürzlich überschwemmte ein Teil der Fahrbahn aufgrund einer verstopften Mulde.

Weil angeschwemmter Müll den Muldeneinlauf verstopfte, trat Schmelz- und Regenwasser auf die Staatsstraße 36. Tempobeschränkungen wurden nötig.

Quelle: Sven Bartsch

Hartha/Gersdorf. Die Freude war groß als im September 2015 die Staatsstraße 36 zwischen Hartha und Leisnig nach anderthalb Jahren Bauzeit auf 6,1 Kilometer Länge freigegeben wurde. Doch für die Eigentümer eines angrenzenden Flurstücks, eine Erbengemeinschaft aus Gersdorf, brachte der Straßenbau ein Problem mit sich. „Die Funktion der Drainagen ist nicht mehr gegeben“, heißt es in einem Schreiben der Erbengemeinschaft an das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv). Und weiter: „Die landwirtschaftliche Nutzfläche wurde im Ergebnis des Ausbaus der S 36 unbrauchbar.“ Auf Nachfrage der DAZ beim Lasuv bestätigt Pressesprecherin Isabel Siebert die Problematik: „Die Drainagen nutzten hauptsächlich die alten Straßengräben als Vorflut. Da sich der Verlauf und die Höhe der neuen S 36 gegenüber dem Verlauf der alten S 36 verändert hat, wurde vor allen Dingen die Ableitung der Drainagen gestört.“

Das betroffene Grundstück, das nur wenige Meter nach dem Harthaer Kreuz in Richtung Leisnig auf der rechten Seite liegt, nutzt derzeit die Gersdorfer Agrarproduktion und Handel eG als Pächter. Aufgrund der zerstörten Drainagen kann die Agrargenossenschaft einen Teil des Feldes seit geraumer Zeit nicht nutzen. Durch die zerstörten Drainagen standen bei Niederschlag zirka 300 Quadratmeter der Ackerfläche unter Wasser. Aufgrund dessen wandten sich Pächter und Eigentümer an das verantwortliche Lasuv. In einem Vertrag, der noch vor Baubeginn unterzeichnet wurde, verpflichtete sich das Lasuv zur Instandsetzung der Drainagen auf den Flurstücken der Erbengemeinschaft nach der Maßnahme – und das eigentlich schon während der Bauphase, „so dass es zu keiner Zeit zu Verstopfungen der Drainagen kommt“, so die Erbengemeinschaft in besagtem Vertrag.

Gemeinsam mit den Eigentümern des betroffenen Flurstückes sowie dem Pächter bemühte sich das Lasuv um eine Lösung. Die scheint jetzt gefunden. „Es werden vor allem neue Ablaufmöglichkeiten geschaffen“, so die Pressesprecherin. „Im speziellen Fall erfolgt die Anbindung als Querung der S 36 an eine vorhandene Sammelleitung.“ Demnach ist ein baulicher Eingriff in die Straße nicht nötig. „Die Arbeiten erfolgen grabenlos per Durchörterung“, erklärt Isabel Siebert. Eben jene Arbeiten übernimmt die Gersdorfer Agrargenossenschaft selbst. Die Kosten wiederum trägt das Lasuv. Die genaue Summe ist noch nicht bekannt, wird aber zirka 10 000 Euro betragen, heißt es von der Behörde. „Im Frühjahr können wir mit den Arbeiten beginnen“, erklärt Birgit Herbst, Vorstandsmitglied der Gersdorfer Agrarproduktion und Handel eG.

Eine weitere Problematik ergibt sich auf der Straße selbst. In Höhe der Wallbacher Straße beziehungsweise Zufahrt Gersdorfer Agrargenossenschaft kam es bereits am Wochenende des 4. und 5. Februar zum Übertritt des Wassers aus der angrenzenden Straßenmulde auf die Fahrbahn der S 36. Umgehend wurden auf besagter Teilstrecke Schilder zur Geschwindigkeitsbegrenzung bis zu Tempo 30 aufgestellt. Das über die Straße fließende Wasser wurde bei eisigen Temperaturen schnell zu einer glatten Eisfläche. „Grund dafür war das enorme Anfallen von Schmelz- und Regenwasser in Verbindung mit einem durch angeschwemmten Müll verstopften Muldeneinlauf“, erklärt die Pressesprecherin. Die Straßenmeisterei säuberte den Muldeneinlauf, um die notwendige Abflussmöglichkeit wieder herzustellen. „Um einen eventuellen Wiederholungsfall zu verhindern, sind entsprechende verbessernde Maßnahmen vorgesehen.“

Von Stephanie Helm

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