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Döbeln S 44: Sachsen lehnt Leisniger Radweg ab
Region Döbeln S 44: Sachsen lehnt Leisniger Radweg ab
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23:19 23.11.2011

Zuversicht trotz gescheiterter Radweg-Petition

Nun rückt die Variante stärker in den Fordergrund, dass die Kommune selbst für einen Radweg entlang der Straße die Initialzündung gibt.

"Für das kommende Jahr ist der Ausbau der S 44 vorgesehen. Die Maßnahme soll auch 2012 abgeschlossen werden", informiert Bürgermeister Tobias Goth (CDU). Baulastträger ist der Freistaat Sachsen. Dort hatten Leisniger Bürger mit einer Petition in Form mehrerer Unterschriftenlisten darum ersucht, die Straße mit einem Radweg auszustatten. Das Argument: Fahrradfahrer aus Gorschmitz beziehungsweise Brösen und den anderen auf dieser Seite der Stadt liegenden Ortsteilen stünden mit Pkw, aber auch mit dem stark anwachsenden Lkw-Verkehr von und zum Gewerbegebiet auf der Straße in Konkurrenz. Ohne Radweg stünde die Sicherheit der Radfahrer in Frage. Eine Verkehrszählung hatte allerdings ergeben, dass nur sehr wenige Radfahrer auf der Straße unterwegs waren. Goth weiter: "Eine weitere Hürde auf dem Weg zu einem straßenbegleitenden Radweg ist, dass an dieser Stelle entlang dieser Straße kein straßenbegleitender Radweg in der Radwegekonzeption des früheren Landkreises Döbeln existiert. Wie auch immer das zustande gekommen ist - das ist ein Fakt, nach dem sich das Straßenbauamt richtet. Für uns war und ist daran eben nicht zu rütteln." So sieht das auch Stadtratsmitglied Mathias Voigtländer (CDU). Er gehört zu den Initiatoren der Petition, zu der sich mehrere hundert Leisniger auch aktivieren ließen. Voigtländer sagt nun: "Wir werden trotzdem weiter versuchen, die Wege aufzuzeigen, wie eventuell doch noch so ein Radweg entstehen könnte. Mit den entsprechenden Ämtern und Institutionen auch beim Freistaat Sachsen steht die Stadt derzeit noch in Verbindung. Wir geben die Hoffnung deshalb nicht auf."

Auch der Bürgermeister bekräftigt, dass seitens Verwaltung und Rat an dem Projekt Radweg festgehalten werden solle. "Wir müssen uns aber von dem Gedanken verabschieden, dass wir das in einem Zuge erledigen lassen können." Der Straßenbau solle zunächst einmal abgeschlossen werden. Völlig unabhängig davon könne dann das Radwegeprojekt geplant und realisiert werden.

Goth versteht zwar die Kommune als Initialgeber für diese Idee. Nicht zuletzt hatten auch Ratsmitglieder mehrerer Fraktionen immer wieder bekräftigt, wie wichtig ein Anschluss der Ortsteile um Gorschmitz an die Bergstadt ist. Für größere Kinder erleichtere er den von öffentlichen Verkehrsmitteln unabhängigen Weg zur Schule und mehr Flexibilität, wenn beispielsweise Trainingzeiten von Vereinen genutzt werden sollen. Allein finanzieren könne die Stadt den Radweg allerdings nicht, stellt das Stadtoberhaupt klar. Es müssten auch alternative Wege der Förderung gesucht werden, bevor das Projekt überhaupt angefasst werden kann. Steffi Robak

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