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Döbeln Sachsens Landesrechnungshof soll bis 2020 nach Döbeln umziehen
Region Döbeln Sachsens Landesrechnungshof soll bis 2020 nach Döbeln umziehen
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16:29 08.11.2016
Die frühere Paul-Rockstroh-Kaserne in Döbeln soll zum modernen Verwaltungsstandort für den Landesrechnungshof umgebaut werden. Quelle: Wolfgang Sens
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Döbeln

Bis 2020 soll der Sächsische Landesrechnungshof mit seinen etwa 190 Mitarbeitern nach Döbeln umziehen. Das Gebäude des früheren Straßenbauamtes auf dem ehemaligen Kasernengelände in Döbeln soll umfangreich umgebaut werden. Nach Informationen der Döbelner Allgemeinen Zeitung könnte sogar noch ein Anbau zur Hofseite des Gebäudes erfolgen. Auch ein Abriss der Kasernenruine zwischen Heimerer-Schule und künftigem Rechnungshof ist im Gespräch. Die Ansiedlung des Rechnungshofes in Döbeln könnte auf dem ehemaligen Kasernengelände eine Gesamtlösung werden.

Das Gebäude des ehemaligen Straßenbauamtes entlang der Bahnhofstraße gehört dem Freistaat Sachsen ohnehin. Die Kasernenruine dazwischen gehört dagegen im Moment noch dem Freistaat Bayern. Dem war das riesige Gebäude zugefallen, weil der bayrische Eigentümer gestorben war. Der wollte eigentlich mal ein Pflegeheim daraus machen. Aus den Plänen wurde nichts. Seine Kinder wollten die Ruine in Döbeln nicht haben und schlugen das Erbe aus. So fiel diese samt der satten Grundbuchschulden an den Freistaat Bayern. Der will das Grundstück auch nicht haben. Doch im Zuge der Ansiedlung des Landesrechnungshofes in Döbeln könnte beide Freistaaten eine Lösung für die herrenlose Ruine finden.

Aus dem Finanzministerium in Dresden kommen nur spärliche Informationen. Denn die offizielle Tippel-Tappel-Tour sieht vor, den künftigen Standort des Rechnungshofes genauestens zu prüfen und zu schauen, ob es in Döbeln auch noch weitere mögliche Standorte gibt. Erst im Juni dieses Jahres wurde dem Sächsischen Finanzministerium und dem Sächsischen Rechnungshof die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung zu den infrage kommenden Standorten in Döbeln vorgelegt. „Eine abschließende Entscheidung kann erst nach Vorlage der vollständigen Planungsunterlagen getroffen werden, da weitere Parameter erst mit dem Abschluss der Planungsphase untersetzt werden können“, sagt Stephan Gößl, Pressesprecher des Finanzministeriums. Er bittet um Verständnis, dass erst nach haushaltseitiger Genehmigung der Pläne konkretere Angaben gemacht werden können. Noch in diesem Monat sollen die Planungsunterlagen vollständig zur Genehmigung vorliegen. „Eine Entscheidung, wo in Döbeln der Rechnungshof entsteht, wird Anfang 2017 erwartet“, so Stephan Gößl.

Das Standortekonzept der Staatsregierung, das 2012 im Landtag beschlossen wurde, ist ein Gesamtkonzept, das auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Städten und den regionalen Oberzentren Wert legt. Der Umzug des Rechnungshofes aus einer gemieteten Immobilie in Leipzig-Paunsdorf nach Döbeln gleicht den Verlust zweier Landesbehörden aus. Denn das Finanzamt Döbeln zieht nach Freiberg um und des Straßenbauamt hat als Landesamt für Straßenbau und Verkehr seinen künftigen Hauptsitz in Zschopau.

Von Thomas Sparrer

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