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Döbeln Safari in Roßwein? Was wirklich mit dem Lindenhof passieren soll
Region Döbeln Safari in Roßwein? Was wirklich mit dem Lindenhof passieren soll
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17:50 19.07.2016
Quelle: Olaf Büchel
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Rosswein

Auf Foto-Safari können Tierfreunde zurzeit am Roßweiner Lindenhof gehen. Zebras, Kamele und exotische Rinder bekommen sie dort vor die Linse. Doch die in hiesigen Breiten seltenen Tiere gehören nicht zum künftigen Nutzungskonzept für das Freizeit-Areal, sondern zum Circus Constanze Busch, der bis Sonntag dort gastiert.

Der süßliche Duft der gerade verblühenden Linden liegt noch ein wenig in der Luft. Friedlich grasen die Zebras und Kamele gleich neben dem Bolzplatz. Die Schwarz-Weiß-Gestreiften besteigen sogar kühn den kleinen Hügel mit der Elektrostation, um besser Ausschau halten zu können. Die Mulde plätschert gelassen vorbei, ihre Ufer können sich nach umfangreichen Baumaßnahmen sehen lassen.

Doch diese Idylle ist trügerisch. Auch wenn die Zirkustiere mit ihrem Appetit dem Bauhof gerade ein wenig Arbeit abnehmen, hat dieser mit dem zurzeit ungenutzten Areal alle Hände voll zu tun. Im ehemaligen Spielplatzbereich stand das Gras bis vor kurzem fast meterhoch. Müll liegt auf Grünflächen, Gehwegen und Sitzinseln. Die kaputte Hundetoilette gewährt Einblicke, die man lieber nicht haben möchte. Der Kletterturm steht verwaist in der Landschaft.

„Es wird eine Nachgestaltung des Areals geben. Jugendliche haben dafür ihre Wünsche bereits geäußerst. Das Förderprogramm „Jugend bewegt Kommune“ spielt dabei eine Rolle“, sagt Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) auf Anfrage. Ein genauer Zeitpunkt dafür steht noch nicht fest. Lindner: „Wenn es los geht, kann es schnell gehen.“ Fakt ist, dass am Lindenhof keinesfalls wieder ein Kinderspielplatz entsteht. Nach zweimaliger Überflutung sind als Ersatz die vor Hochwasser sicheren „Rösser im Schilf“ oberhalb der Stollen-Brücke entstanden. Auch auf einen Grillplatz möchte die Stadt am Lindenhof lieber verzichten. „Mit so etwas haben wir keine guten Erfahrungen gemacht“, sagt der Bürgermeister. Denkbar wären noch ein Volleyballplatz und eine Tischtennisplatte. Die Jugendlichen wünschen sich zudem fetzige Bänke und WLAN. Der Bolz- und Basketballplatz ist noch intakt und soll bleiben. Genauso der große Festplatz, auf dem gerade die Zirkuszelte stehen.

Gleich nebenan bieten zum Leidwesen vieler Roßweiner die Lindenhof-Gaststätte und das Clubhaus einen trostlosen Anblick. Einst Party-, Kultur- und Gastro-Inseln der Stadt, läuft dort gar nichts mehr, alles verriegelt und verrammelt. Die Kommune hat dafür nicht den Hut auf. Dem Eigentümer der Lindenhof-Schänke ist es seit dem Weggang von Wirt Steffen Göpel nach Döbeln nicht gelungen, einen neuen Mieter zu finden. Im Club Roßwein, der nun schon seit rund neun Jahren eine Angelegenheit des Insolvenzverwalters ist, gab es schon seit Monaten keine Disco-Veranstaltung mehr. Der aktuelle Mieter geht nicht ans Telefon.

Von Olaf Büchel

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