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Saisonstart im Museum Schleinitz

Am Sonntag öffnet Ausstellung zu ländlichem Brauchtum Saisonstart im Museum Schleinitz

Ob Büstenhalter, Waschtrommel oder Nähmaschine: Sächsische Erfindungen spielen im Schleinitzer Museum für ländliches Brauchtum eine große Rolle. Am Sonntag um 13 Uhr öffnet das Haus der Winterpause wieder. Dafür legen sich die Mitglieder des Fördervereins ins Zeug.

In der Schmiede des Museums soll es am Sonntag wieder heiß hergehen.

Quelle: Sven Bartsch

Schleinitz. Es wird gefegt, gesaugt und geputzt im Museum für ländliches Brauchtum gegenüber dem Schleinitzer Schloss. Am Sonntag steht die Saisoneröffnung an und die Mitglieder des Fördervereins Schloss Schleinitz wollen möglichst viele Besucher anlocken. Seit Februar ist die Winterpause im Museum vorbei, wird montags und mittwochs in den drei Etagen des Hauses gewerkelt.

Im Erdgeschoss stehen 60 Nähmaschinen aus allen Epochen. Die älteste stammt von 1885, hergestellt von Fister und Rossmann in Berlin. „Da fehlt uns noch eine originale Nadel, gebogen und mit einer fein gefrästen Nut“, sagt Harro Faßbinder, früherer Nähmaschinenhändler, jetzt Fachmann des Vereins auf diesem Gebiet. Sonst sind alle Nähmaschinen einsatzbereit. „Besucher dürfen sie selbst in Gang bringen und nähen. Die Kinder sind jedes Mal begeistert“, sagt Faßbinder voller Vorfreude.

Auch sächsische Erfindungen spielen in der Ausstellung eine Rolle. Der Büstenhalter ist hier zu sehen, ebenso die älteste in Deutschland hergestellte Waschmaschine von 1905 mit Feuerung und Trommel im Handbetrieb. Eine Anekdote zu einer Schaufensterpuppe mit Kleidung im 19. Jahrhundert und einem vermeintlich wertvollen Porzellan-Amulett um den Hals kann der stellvertretende Vereinschef Hartmut Oefner erzählen: „Eine Besucherin fragte, wie wir so etwas Wertvolles ausstellen können und zeigte mir die Meißner Schwerter auf der Rückseite. Aber die muss einer vom Verein selbst aufgemalt haben, das ist nur Keramik.“

Auch nur die Kopien der wertvollen Originale sind im Postzimmer im Obergeschoss zu sehen. Hier hat Eberhard Schoob, einst selbst Postangestellter, Briefe mit Stempeln der früher rund 50 Poststellen der Region ausgestellt.

Kopien im kleineren Format gibt es unter dem Dach im Ausstellungsteil „Landwirtschaft einst und heute“ zu sehen. Dutzende Modelle landwirtschaftlicher Maschinen und Fahrzeuge, hergestellt vom Vereinsmitglied Fritz Stephan, sind hier zu sehen. Der begabte Bastler, früher selbst in einem Lommatzscher Landwirtschaftsbetrieb tätig, wird zwar am Sonntag nicht dabei sein, dafür hat er sich zum Handwerker- und Dreschfest am 3. September angekündigt. Dazwischen gibt es am 4. Juni noch das Kinder- und Familienfest des Vereins.

Saisoneröffnung Museum ländliches Brauchtum, Schleinitz, So, 2.4., 13-17 Uhr, Eintritt: 3 Euro, Kinder ab 6 Jahre: 1,50 Euro. Danach immer sonntags geöffnet. Wer sich für die Vereinsarbeit interessiert oder Hilfe bei der Suche nach der gebogenen Nähnadel anbieten kann, meldet sich unter
foerderverein@schlossschleinitz.de oder unter Tel. 035241/82702

Von Sebastian Fink

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