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Döbeln Salsa in Hartha: Vier Viertel vertreiben den Winter
Region Döbeln Salsa in Hartha: Vier Viertel vertreiben den Winter
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00:29 01.03.2018
Steffen Golembiewski und Sindy Burkhardt (vorn) bringen Anfängern und Fortgeschrittenen Salsa nahe. Quelle: Foto: Manuel Niemann
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Hartha

Am Anfang steht eine Haftungsausschlusserklärung. Steffen Golembiewski weist augenzwinkernd auf die Listen, die vor dem Spiegelraum ausliegen hin. Dabei wird er sie an diesem Sonntag kaum benötigen: Die, die es bei eisigen Temperaturen in die Hartarena gezogen hat, sind keine Salsa-Neulinge. Sie werden kaum fremde Füße traktieren. Der Anfängerkurs beginnt erst um 17 Uhr, eine Stunde danach.

Verein Jugend aktiv Harthe organisiert Kurse

„Was wir heute lernen ist der Hook-Turn.“ kündigt der 39-Jährige an. Doch zunächst geht es ans Aufwärmen. Dazu wird ohne Partner getanzt, mit Blick nach vorn auf die Spiegelwand. „Wir haben einen Grundkurs gemacht“, erzählt der 47-jährige Marcus Richter. Zusammen mit seiner Frau möchte er hier seine Kenntnisse festigen. Seit Oktober nehmen sie an den Tanzkursen teil, die am Sonntag in eine neue Runde starteten. Beide tanzen seit zehn Jahren. Erst 2013 sind sie in die Stadt gezogen, so viel biete die Umgebung nicht, weshalb sie froh waren, die vom Verein Jugend aktiv Harthe organisierten Kurse zu finden.

Grundschritt im Viervierteltakt

Vor der Spiegelwand finden sich rund eine Stunde später auch die Anfänger wieder. Sie lernen, was auch bei den Fortgeschrittenen am Anfang wiederholt wird: Den Grundschritt des lateinamerikanischen Tanzes. Er wird auf die ersten drei Schläge eines Viervierteltakts gesetzt. Für den, der führt: Ein Schritt mit dem linken Bein nach vorn, einer mit dem anderen auf der Stelle, auf drei werden sie wieder geschlossen. Danach folgt eine kurze Pause und das Schema wiederholt sich: Fünf, sechs, sieben, Pause. Statt nach vorn, kann der erste Schritt auch zur Seite oder schräg angesetzt werden. „Das wirkt später wie Schweben“, verspricht Golembiewski.

Führung ist gefragt

Seine Partnerin Sindy Burkhardt erklärt, dass sie in ihrem Kurs die kubanische Variante der Salsa lehren. Die ist weniger auf ein Publikum bedacht, sondern der Blick bleibt meist auf den Augen des Partners. Die Führung übernehme zumeist der Mann, um den Preis, das ihm mehr von den Figuren abverlangt werde. So auch beim Hook-Turn, einer 360-Grad-Drehung, die mit der Schwierigkeit aufwartet, das Gewicht zu verlagern.

Spaß steht im Vordergrund

„Das üben wir jetzt bis der Erste hinfällt!“, scherzt Golembiewski. Die Tänzer kommen zwar ins Pusten, aber zur reinen Leistungsschau soll der Kurs nicht verkommen. Golembiewski und Burkhardt ist es wichtig, dass alle zu ihrem Spaß kommen. „Nicht verzweifeln, wenn das jetzt nicht klappt, das ist Übungssache“, sagt er.

Zwei Tanzbegeisterte stecken an

Während sie vor zehn Jahren über einen Döbelner Tanzpartner vom Standard- zum lateinamerikanischen Tanz wechselte, ließ er sich von einem Freund anstecken. Ab seiner ersten Stunde tanzte er über zwei Jahre dann an drei Tagen in der Woche: Zum Unterricht kamen auch noch Übungsstunden am Abend. „Das hat sich so entwickelt. Tanzen ist für mich ein Ausgleich, ich brauche das für mich“, sagt Golembiewski, der bei einem Farbhersteller arbeitet.

Üben beim Tanzabend oder auf Wohnzimmerparkett

Eine Übungsstunde für das Gelernte gibt es für die Kursteilnehmer dieses Mal auch in Hartha. Sie soll in der Hartharena stattfinden, donnerstags ab 19 Uhr. Wer sich ausprobieren oder mittanzen will, sollte sich zuvor unter der Nummer 0173/4576192 anmelden. Wenn die nicht reicht, muss auch schon einmal das Wohnzimmer als Tanzfläche herhalten, verraten die Döbelner Peter Schmidt (32) und Doreen Meslien (29). Für sie ist es auch der zweite Kurs. „Wir haben Salsa bei einer Hochzeit gesehen und hatten Interesse es zu erlernen“, sagt er.

Von Manuel Niemann

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