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Döbeln Freistaat versenkt 350 000 Euro in elf Meter tiefer Baugrube
Region Döbeln Freistaat versenkt 350 000 Euro in elf Meter tiefer Baugrube
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10:13 06.03.2018
Für Autofahrer etwas umständlich, jedoch nicht unlösbar: An der Fischendorfer Brücke in Leisnig muss eine Baustelle umfahren werden. Quelle: Sven Bartsch
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Leisnig

Ein Bagger bricht derzeit in großen Schollen die Asphaltstraßendecke an der Fischendorfer Brücke auf. Zwei Einläufe in die Straßenkanalisation wurden dabei bereits frei gelegt. Autofahrer werden in diesem Kreuzungsbereich mit Abzweig in Richtung Tragnitz um die Baustelle herum geleitet.

Freistaat Sachsen lässt bauen

Im Auftrag des Sächsischen Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) wird das südliche Widerlager der Fischendorfer Brücke trocken gelegt. Die dafür nötigen 350 000 Euro muss demnach der Freistaat Sachsen aufbringen. Die Stadt Leisnig zahlt dafür keinen Cent.

Bei Erkundung unbekanntes Fundament entdeckt

Ein Erkundungsbohrgerät hatte bereits Ende Januar an der Brücke für erstaunte Blicke und eine halbseitige Straßensperrung mit Ampelregelung gesorgt. Wie diese Zeitung berichtete, wurde das Bohrgerät zu den Erkundungsarbeiten eingesetzt. Schwierigkeiten bereitet in der Nähe des Brückenwiderlagers unter anderem der felsige Untergrund. Außerdem wurde bei den Erkundungsarbeiten ein altes Fundament unbekannter Herkunft gefunden.

Südliches Brückenlager hat nasse Füße

Zu den Arbeiten an der Fischendorfer Brücke schreibt Lasuv-Sprecherin Isabel Siebert: „In unserem Auftrag wird das Bauwerk 5a des Brückenbauwerkes instandgesetzt. Die Sanierungsarbeiten umfassen unter anderem die Trockenlegung des südlichen hinteren Widerlagers.“

Baugrube elf Meter tief

Der größte Teil der Arbeiten wird sich in der Tiefe der Erde vollziehen. So wird die Sohle der Baugrube, die gerade ausgehoben wird, in einer Tiefe von elf Metern liegen. Die Wände der Baugrube muss deshalb mit einem zweistufigen Verbausystem abgesichert werden.

Schachtbauwerke neu

Damit das Brückenwiderlager ordentlich trocken gelegt werden kann, muss die gesamte Rückwandentwässerung des Bauwerkes wieder hergestellt werden – eine zeitaufwendige Maßnahme, zu deren Ende aus dem Lasuv derzeit noch nichts mitgeteilt werden kann. Sind die Trockenlegungsarbeiten an den Widerlager erledigt, werden auch die Schachtbauwerke erneuert und die Kappe im Einmündungsbereich saniert.

Von Steffi Robak

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