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Saubere Sache: Neue Wäscherei will weiter wachsen

Roßweiner Werkstätten Saubere Sache: Neue Wäscherei will weiter wachsen

Seit Juli dieses Jahres wäscht die Diakonie in ihrer hauseigenen Wäscherei im Roßweiner Gewerbegebiet „Goldene Höhe“. Acht betreute Mitarbeiter des Hauses kümmern sich dort ums Waschen, Legen und Bügeln der Wäsche. Die Kundenstruktur ist vielseitig.


Quelle: Sven Bartsch

Rosswein . Gewaschen wird in den Roßweiner Werkstätten der Diakonie Döbeln schon seit etwa zehn Jahren. In der Stadtbadstraße hatte die Wäscherei allerdings wesentlich kleinere Dimensionen. Die dort zur Verfügung stehenden etwa 30 Quadratmeter boten kaum den Platz, der für eine richtige Wäscherei erforderlich ist. Sollte das Angebot aufrechterhalten werden, musste dringend die Vergrößerung her. „Man braucht einfach viel Stellfläche und auch Platz für die Verkehrswege der Rollcontainer, genauso wie für den Maschinenpark“, erklärt Produktionsleiterin Christiane Klein. Genau diesen Platz bietet die ehemalige Hitachi-Lagerhalle im Roßweiner Gewerbegebiet in der Schlosserstraße, für die sich die Diakonie nach langer Standortsuche entschieden hat. Mit Häusern in Roßwein und Hartha hätte man sich schwer damit getan, irgendwo ganz anders hinzugehen.

Nach einem Jahr Umbauzeit ist aus dem früheren Lager ein heller, freundlicher und vor allem moderner Arbeitsplatz für acht betreute Mitarbeiter und Praktikanten geworden. „Unser Klientel hat sich verändert“, erklärt Christiane Klein, warum es der Diakonie so wichtig war, die Wäscherei als einen ihrer Arbeitsbereich zu erhalten. „Hier kommen nicht nur Menschen mit klassisch geistiger Behinderung zum Einsatz.“

Wo früher ein kleiner 13-Kilo-Frontlader die Wäscheberge der Kunden abarbeitete, sind es heute zwei moderne Hygienewaschmaschinen, die mit je 25 Kilogramm Wäsche beladen werden können. Platz für eine dritte Maschine ist absichtlich gelassen worden.

Kommt Schmutzwäsche an, wird diese durch einen separaten Zugang im hinteren Bereich der Halle entgegengenommen, gewogen oder gezählt – je nach Vereinbarung mit dem Kunden. Dann wird sie desinfiziert gewaschen. Die neuen Maschinen werden an einer Seite befüllt, die saubere Wäsche auf der anderen Seite entnommen. Schmutzwäsche- und Sauberwäschebereich sind jetzt strikt voneinander getrennt, alle Transportbehälter und auch die Mitarbeiter passieren eine Schleuse zwischen den beiden Bereichen, so dass auf der sauberen Seite alles keimfrei bleibt. Nach dem Waschgang kommen die sauberen Textilien für zirka eine halbe Stunde in den Trockner, danach wird gelegt, gemangelt oder auch gebügelt. Chemische Reinigung ist nicht möglich und die Wäsche sollte immer trocknergeeignet sein. Drei Bügelstationen gibt es bis jetzt. Zukünftig sollen Bügelpuppe und Hosentopper dazukommen.

Auch wenn die Diakonie-Wäscherei kostendeckend arbeiten muss, die Arbeitsschritte hier sind nicht unbedingt vergleichbar mit den Abläufen in anderen Unternehmen mit dem gleichen Angebot. „Bei uns geht es darum, Menschen zu beschäftigen“, erklärt Christiane Klein. Deshalb werden von Diakonie-Wäscherei vor allem viele kleinere Kunden betreut. „An denen sind andere Wäschereien nicht interessiert, weil die Logistik zu aufwändig ist.“

Für die Mitarbeiter in der Diakonie-Wäscherei aber sind kleinteilige Aufträge, die mit viel Handarbeit verbunden sind, genau richtig. Unter anderem das Diakonie-Seniorenpflegeheim Berta Börner in Roßwein lässt seine Wäsche komplett im Gewerbegebiet waschen. Hier wird sie sogar bewohnerbezogen sortiert, so dass dem Heimpersonal damit kein Aufwand mehr entsteht. Auch Kindergärten und Gaststätten bringen gern ihre Handtücher, Tisch- oder Bettwäsche her. Ist die Wäsche sauber, glatt und gelegt, wird sie in Rollregalen oder blauen Plastikkisten für den Abtransport bereitgestellt. „Wir wollen gern weiter wachsen“, sagt Christiane Klein. „Vor allem Kindergärten sind für uns ein schönes Arbeitsfeld.“

Roßweiner Werkstätten – Wäscherei, Schlosserstraße 5, Roßwein, waescherei@diakonie-doebeln.de, 0178/7170627

Von Manuela Engelmann

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