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Sauer macht lustig: Rekordbesuch beim Wetterwitzer Krautfest

80 Kilo Weißkohl verarbeitet Sauer macht lustig: Rekordbesuch beim Wetterwitzer Krautfest

Beim neunten Wetterwitzr Krautfest gab es fast keinen Platz mehr im Vereinshaus Wetterhöhe 318. 80 Kilo Weißkohl wurden zu Sauerkraut geschnitten, geheckselt und gestampft. Derweil schnitzten die Jugendlichen aus Wetterwitz und Wettersdorf Kürbisse für Halloween.

80 Kilogramm Weißkohl wurden zu Sauerkraut verarbeitet.

Quelle: Sven Bartsch

Wetterwitz. So einen Auflauf im kleinen Wetterwitzer Vereinsraum des Vereins Wetterhöhe 318 hat Martina Arnold selten erlebt. 18 fleißige Helfer zählte die Vereinschefin zum inzwischen traditionellen Krautfest, bei dem nach altem Geheimrezept Wetterwitzer Sauerkrauft geschnitten, geheckselt und gestampft wird. „So viele waren zum Krautfest noch nie da“, staunte Martina Arnold. „Vielleicht liegt es daran, dass wir diesmal etwas mehr Werbung gemacht haben.“

Neben den Vereinsmitgliedern, von denen ein Großteil der 25 dabei waren, zeigten sich auch bekannte Gesichter als Neulinge in der Sauerkrautmanufaktur. „Ich bin das erste Mal mit meiner FRau hier. Letztes Jahr haben wir schon zugeschaut und gesagt, nächstes Jahr müssen wir unbedingt dabei sein“, sagte Gleisbergs Ortsvorsteher Bernd Handschack in einer kurzen Pause zwischen dem Zerteilen von zwei Kohlköpfen. Auch Roßweins Kämmerin Heidi Roßberger stürzte sich bei ihrer Premiere fleißig ins Getümmel an der langen Tafel des Vereinsraums. „Sauerkraut schmeckt gut und ist gesund. Da habe ich gedacht, da machst du auch mal mit“, sagte sie vergnügt.

Die Stimmung war tatsächlich prächtig. Frauen und Männer schnitten die Kohlköpfe klein, Bernd Soppala heckselte die Spalten zu feinem Kraut auf seinem historischen Weißkrauthecksler, an den er auch keinen anderen heranließ. Danach landete das Kraut in großen Wannen, wo es mit der Würzmischung nach Geheimrezept versehen wurde. „Unsere frühere Vereinschefin Karin Arnold hat das immer alleine zu Hause gemacht und brachte irgendwann die Idee an, dass wir das auch im Verein machen könnten“, erzählt Martina Arnold über ihre Schwägerin. Das Rezept habe dann ein Vereinsmitglied beigesteuert. Inzwischen weiß die Chefin genau, wie das Kraut nach dem Würzen schmecken muss, bevor es als Wetterwitzer Sauerkraut durchgeht.

Wobei die 24 Weißkohlköpfe, die zusammen 80 Kilo auf die Waage brachten, Arnolds Schwiegertochter aus Leuben besorgt hatte. Ein Novum zur neunten Auflage des Krautfestes. „Wir hatten sie sonst immer einfach im Markt gekauft. Aber man merkt schon einen Unterschied. Die Köpfe sind größer und schöner als vorher“, freute sich die 56-Jährige.

Fertig gewürzt kam das Kraut in große Tontöpfe, die die Helfer selbst mitgebracht hatten. Darin mussste es dann noch etwa eine halbe Stunde gestampft werden, bis Flüssigkeit austritt und sich mit den Gewürzen verbindet. Mit einem Kohlblatt abgedeckt bleibt es dann für sechs Wochen an einem warmen Ort stehen, bis es genossen werden kann.

So lang wollten die Helfer am Sonnabend nicht auf ein gemeinsames Essen warten. Stattdessen wurde vor dem Krautmachen zusammen Kaffee getrunken und hinterher gegrillt. Weil drinnen so viel los war, hatte Vereinsmitglied Katrin Wittig draußen eine Kürbisschnitzerei organisiert. Zehn Kinder aus Wetterwitz und Wettersdorf verzierten die orangenen Riesen mit gruseligen und witzigen Gesichtern für die heimische Halloween-Dekoration. Dies war zugleich Teil der neuen Jugendarbeit des Vereins. „Wir treffen uns alle sechs Wochen donnerstags, damit sich die Kinder kennen lernen. Das ist selbst im Dorf gar nicht so leicht, denn nicht alle fahren mit dem Bus und selbst Kinder haben heute Termine“, erklärte Wittig. Der Krautfest-Nachwuchs ist damit gesichert.

Von Sebastian Fink

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