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Döbeln Schalmeien kehren lautstark nach Roßwein zurück
Region Döbeln Schalmeien kehren lautstark nach Roßwein zurück
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00:31 09.05.2018
Die Schalmeienfreunde Falkenstein heizten mit dem Festzelt ein. Quelle: Foto: Gerhard Dörner
Roßwein

„Die Leute haben wirklich gewartet, ob es wieder losgeht.“ sagte Michael Köhler. Der Geschäftsführer des Getränkevertriebs Döbeln, konnte sich am Sonnabend zurücklehnen und das Fest genießen.

Neuer Veranstalter nach Fehlstart im vergangenen Jahr

Die Sonnenhüte, die seine Mitarbeiter bei der Wiederauflage des Roßweiner Schalmeienfestivals trugen, wurden gebraucht: Bei bestem Wetter konnte die 15. Auflage des Fests starten, das seit 2014 pausiert hatte. Bestrebungen, es bereits im vergangenen Jahr wieder zu veranstalten, waren damals kurzfristig geplatzt.

Vorverkauf startete vorsichtig

Köhler, der mit seiner Eventcatering-Firma dann übernommen hatte, merkte das beim Vorverkauf. Der sei erst richtig gestartet, als die Leute auch sahen, dass das Festzelt am Lindenhof aufgestellt wurde, lachte er. Doch so verhalten der Verkauf zunächst war, die Leute kamen am Sonnabend. Zwischen 1200 bis 1500, schätzte er.

Begeisterung für Kapellen hält an

Das Festzelt war schon bevor die erste Kapelle loslegte, proppenvoll. Es galt, die legendären Nächte vor der Festivalebbe zu wiederholen, als die Fans auf den Tischen standen. „Das Fest war eingeführt. Es wäre schade gewesen, wenn es gestorben wäre“, so Köhler. Er vertraute auch auf die Begeisterung der Roßweiner und der Umgebung, die den erfahrenen Veranstalter nicht hängen ließen.

Hartmannsdorfer Schalmeienzunft für „Heimspiel“ bereit

„In Roßwein gibt es ohnehin nicht so viel, gerade was den jungen Leuten geboten wird“, sagte er. Um die Neuauflage zu starten, sei er schon länger mit der Hartmannsdorfer Schalmeienzunft in Kontakt gewesen und auch Altveranstalter Uwe Ruckert holte er mit ins Boot. Über diese kamen auch die Schalmeienkapelle Thierbach, die Schalmeienfreunde Falkenstein (beide aus dem Vogtland) und das Schalmeienorchester Tettau/ Frauendorf aus Brandenburg zu ihrem Auftritt.

120 Musiker bringen Roßwein in Stimmung

Insgesamt 120 Mitglieder – mit Schalmei oder Schlaginstrument in der Hand – heizten der Bühne ein und boten das für das Instrument typische Adaptieren von Hits zu den schnellen Rhythmen der Trommler. „Man erlebt selten, dass man um diese Uhrzeit so ein knackevolles Zelt hat“, sagte Reiner Lesche, der das Orchester aus Tettau/ Frauendorf als Erste durch den Mittelgang gen Bühne dirigierte. Wie auch die Hartmannsdorfer, für die Roßwein quasi eine „Herzensangelegenheit“ bedeutete, waren auch die Musiker aus Brandenburg schon mehrfach in Roßwein.

Von Manuel Niemann

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