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Schaumgekröntes Fest an der Talsperre Kriebstein

Schaumgekröntes Fest an der Talsperre Kriebstein

Wind, Wellen und eine Wahnsinns-Stimmung dominierten am Wochenende das Kriebsteiner Talsperrenfest: Unzählige Gäste pilgerten vom Parkplatz, der aufgrund des Andrangs bis auf die "grüne Wiese" ausgedehnt wurde, durch den Wald, vorbei an mobilen Lädchen für Textilien, Keramik, Duftkerzen und Eis, bis hin zum Hafengelände.

Auf der Seebühne sorgten zeitweilig die "Minis" des Faschingsclubs Geringswalde mit feschen Tänzen und in niedlichen Kostümen für Kurzweil.

 

Unter den Zuschauern auf den Rängen fand sich ein Vierergespann aus Erfurt, welches sich das komplette Festgelände schon angeschaut hatte. Antje Duscha, Sandra Kaltmüller, André Wohlgemuth und Michael Arnhold ließen sich die Sonne auf die Haut knallen und genossen ihren Urlaub. "Wir sind das erste Mal in Kriebstein, wohnen drüben auf der anderen Seite in der Hütte eines Onkels. Das Talsperrenfest ist toll und liebevoll gemacht. Wir müssen nachher kurz noch mal rüber, kommen dann aber wieder", so der Tenor. Antje Duscha verriet außerdem: "Wir Mädchen tanzen ebenfalls in einem Faschingsverein, deswegen wollten wir uns den Auftritt hier besonders genau anschauen."

 

Unterdessen fieberte man auf der Seebühne und davor dem Eintreffen Neptuns entgegen. Seine Hoheit ließ sich per Muskelkraft in einem Ruderboot über die Talsperre chauffieren. Was beim auffrischendem Wind, der die Wellen bereits mit Schaumkronen versehen hatte, gar nicht so einfach war. Endlich landete der Meereskönig bejubelt an und verlor mit einer Windböe zunächst einmal seine Krone. Aufgrund des üppigen LeibesumDiesefangs und mit Blick auf das vorangegangene "Würstchenspiel" für die anwesenden Knirpse lästerte der Moderator: "Neptun bekommt keine Wurst, der hat schon einen Bauch." Der Meeresbeherrscher konterte mit einer Publikumsbeschimpfung, da war von "miesen Landratten" und einem "grünen Tümpel" die Rede. Seine teilweise derben Späße kamen trotzdem gut an.

 

Gut angekommen war bei Familie Kühn aus Rochlitz auch die Organisation des Talsperrenfestes, sie lobten die Feierlichkeit auf der ganzen Linie: "Wir sind zwar nicht regelmäßig dabei und hatten jetzt mal ein paar Jahre pausiert. Doch die Talsperre ist immer ein Ziel, das man nutzen sollte, wenn man in der Nähe wohnt." Solche Wellen, wie in diesem Jahr hatten die Gäste aus Rochlitz allerdings selten erlebt: "Das ist heute wohl eher die Ausnahme." Auf jeden Fall wolle man bleiben, um sich die Bootsparade anzuschauen. Die kam dann auch pünktlich aus Richtung Lauenhain eingetrudelt: Kanuten, Motor- und Schlauchboote, die vier großen Fahrgastschiffe, alles bunt geschmückt und unterstützt von Musikkapellen an Bord. Da fand sich neben einem Wikingerboot beispielsweise auch die "IG Talsperre", deren Crew über Plakate wissen ließ: "Diese Talsperre wird bestreikt" und "Rettet den Wald - esst mehr Biber."

 

Horst Kessler aus Roßwein, extra mit dem Feldstecher für die beste Sicht auf die Wasserfahrzeuge eingetroffen, fand es ein wenig schade, dass die Boote und Schiffe in diesem Jahr etwas weniger aneinandergereiht als in den vergangenen Jahren vorfuhren: "Das mag aber am Wind liegen, vermutlich zieht die starke Strömung oder der Sturm die Reihen auseinander. Trotzdem fantastisch."

Natasha Allner

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