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Scheckig statt herbstlich – Firma soll an Gehweg nachbessern

Roßwein Scheckig statt herbstlich – Firma soll an Gehweg nachbessern

Es nicht so sehr der Straßen-, sondern der dazugehörige Gehwegbau, der in Roßweins Innenstadt immer wieder für Aufsehen sorgt. War es zunächst die Breite des Fußweges und dann dessen Neigung an einigen Stellen, die für Diskussionsstoff sorgten, ist es jetzt die Farbgestaltung. Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) fordert Nachbesserungen.

Wie Herbstlaub gemustert sieht der Gehweg nicht aus. Dafür sind die unterschiedlichen Farben zu großflächig.

Quelle: Sven Bartsch

Rosswein. Es nicht so sehr der Straßen-, sondern der dazugehörige Gehwegbau, der in Roßweins Innenstadt immer wieder für Aufsehen sorgt. War es zunächst die Breite des Fußweges und dann dessen Neigung an einigen Stellen, die für Diskussionsstoff sorgten, ist es jetzt die Farbgestaltung. Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) fordert Nachbesserungen durch die Baufirma.

„Wir hatten die Variante Herbstlaub als Pflasterung für die neuen Gehwege am Markt und an der Döbelner Straße mit der Baufirma vereinbart. Doch so sieht es zurzeit nicht aus. Das mutet eher nach Stückwerk an. Da müssen die Bauleute noch mal ran. So bleibt es jedenfalls nicht“, sagt der Bürgermeister.

„Herbstlaub“ bedeutet, dass Pflastersteine mit unterschiedlichem Farbton so gemischt und verlegt werden, dass es so aussieht, als lägen bunte Blätter auf dem Bürgersteig. Verschiedene Pflasterfarben haben die Bauarbeiter zwar verwendet, aber großflächiger als bei der Variante „Herbstlaub“. So gibt es jetzt ein Stück mit rötlichem, dann ein Stück mit bläulichem Pflaster, dann wieder mit gräulichem. Es handelt sich nicht um Farbtupfer, wie gewünscht, sondern um einen ausgesprochen scheckigen Fußweg. „Die Pflasterer haben nicht gemischt, sondern die Steine so genommen, wie sie von der Palette kamen“, vermutet Bürgermeister Veit Lindner. Er ist überzeugt, dass die Stadt mit gutem Recht eine Nachbesserung fordern kann. Auch wenn es ziemlich mühselig sein wird, einzelne Pflastersteine aus der Fläche wieder herauszuholen und durch andersfarbige zu ersetzen.

Obwohl es sich beim Straßenbau um eine Maßnahme des Freistaates Sachsen handelt und das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) dafür verantwortlich ist, muss an dieser Stelle die Stadt selbst einhaken. Denn um die Nebenanlagen, dazu gehören Gehwege und Straßenlampen, hat sich die Stadt zu kümmern.

Die Fußwegbereiche entlang der neu gebauten Staatsstraße in der Innenstadt bieten schon seit einiger Zeit Gesprächsstoff. Zunächst wunderten sich einige Bürger über die Breite der Gehsteige an manchen Stellen, so vor dem Abzweig zur Mittelstraße. „Da kann man ja jetzt drauf tanzen“, stellt Stadtrat Erwin Weist (Die Linke) bei einem Gang durch die Stadt fest. Hintergrund ist, dass wegen der künftigen Einbahnstraßenregelung in diesem Bereich der Döbelner Straße die Fahrbahn nicht mehr so breit ist. Der Fußweg profitiert davon, was Passanten und erst recht Rollstuhlfahrern entgegenkommen dürfte.

Ein Kritikpunkt war die stellenweise recht starke Neigung des Bürgersteigs. Stadträte und Anwohner äußerten die Befürchtung, dass deshalb zum Beispiel bei Glätte eine erhöhte Sturzgefahr besteht. Nachmessungen haben allerdings laut Bürgermeister Lindner ergeben, dass die maximal mögliche Neigung von sechs Prozent nicht überschritten ist.“An der Schräge wird sich also nichts ändern“, erklärt Veit Lindner.

Die Verkehrsfreigabe der noch gesperrten Straßenabschnitte Döbelner Straße und Markt erfolgt nach Einschätzung des Bürgermeisters in etwa zwei bis drei Wochen. Bis dahin sollten die Restarbeiten erledigt sein. Lindner geht nicht davon aus, dass das Lasuv einen offiziellen Termin mit Banddurchschnitt anberaumt, nachdem sich die Maßnahme so lange hingezogen hat. Die Stadt wolle aber schon ein kleines bisschen feiern – mit Oldtimern und vielleicht sogar einem Picknick in Weiß auf dem Marktplatz.

Von Olaf Büchel

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