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Schilderstreit im Zweiniger Grund: Förster fühlt sich übergangen

Tourismus Schilderstreit im Zweiniger Grund: Förster fühlt sich übergangen

Der Wanderweg im Zweiniger Grund und dessen Ausschilderung bewegt die Gemüter. Vom Wanderwegewart Reinhard Senf angebrachte Markierungen, die die Strecke zwischen Margarethenmühle und Mahlitzsch auch als Radweg ausweisen sollten, hat Revierförster Dirk Tänzler wieder abmontiert und der Stadt Roßwein übergeben.

Nur am Wegweiser zur Margarethenmühle Naußlitz sind Rad- und Wanderweg noch ausgewiesen.

Quelle: Olaf Büchel

Rosswein/Zweinig. Der Wanderweg im Zweiniger Grund und dessen Ausschilderung bewegt die Gemüter. Vom Wanderwegewart Reinhard Senf angebrachte Markierungen, die die Strecke zwischen Margarethenmühle und Mahlitzsch auch als Radweg ausweisen sollten, hat Revierförster Dirk Tenzler wieder abmontiert und der Stadt Roßwein zurückgeben.

Der Förster sieht sich und die Waldbesitzer durch die touristischen Pläne der Stadt „vor vollendete Tatsachen und Kosten“ gestellt. „Wenn ich den Weg offiziell als Radweg ausweise und gezielt Radfahrer anlocke, dann bedeuten diese Schilder einen erhöhten Aufwand für die Verkehrssicherung. Wenn es sich um einen normalen Waldweg handelt, dann gilt Betreten auf eigene Gefahr. Was darüber hinausgeht, bedeutet zusätzliche Pflichten.“ So erklärt Dirk Tenzler, weshalb er sich gewünscht hätte, wenn die Stadt die Waldbesitzer und ihn vorher mit einbezogen hätte.

Der ehrenamtliche Wanderwegewart Reinhard Senf hatte es gut gemeint und die kleinen Tafeln mit dem grünen Punkt und dem Fahrrad entlang des Weges an Bäumen angebracht. Aus den genannten Gründen missfiel das dem Förster: „Ich habe die Stadt aufgefordert, die Schilder wieder abzumachen. Als nach drei Wochen nichts passiert war, habe ich das gemacht und die Schilder im Rathaus abgegeben.“

Reinhard Senf ist nun sauer, weil er umsonst gearbeitet hat. Roßweins Baumatsleiterin erklärt, dass es sich um einen öffentlichen Weg auf kommunalem Flurstück handelt. Gewidmet ist er als öffentlicher Feld und Waldweg. Stadtrat Christian Senftleben aus Naußlitz weiß, dass es nur zwei, drei Waldbesitzer seien, die ins „Horn des Försters blasen“. Alle anderen hätten kein Problem mit den Markierungen. Und Bürgermeister Veit Lindner wünscht, dass sich der Revierförster um den Wald und nicht um den Weg kümmert.

Doch Tenzler bleibt dabei und zählt auf: Was ist, wenn größere Äste herabfallen oder Bäume auf den Weg kippen? Für einen Radweg ist zudem ein anderes Lichtraumprofil erforderlich. Was sagen die Radfahrer, wenn plötzlich Forstmaschinen den Weg versperren? Denn dieser dient auch als Wirtschaftsweg. Und das Ganze beißt sich mit dem Naturschutz. So ist der Zweiniger Grund strenges Naturschutzgebiet mit besonderen Regeln.

In der Stadtverwaltung gibt es inzwischen Überlegungen, die Schilder doch wegzulassen oder sie an extra zu stellenden Pfählen zu befestigen. In letzterem Fall sieht Förster Tenzler eine Vereinbarung zwischen Kommune und Waldbesitzern als unerlässlich.

 

Von Olaf Büchel

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