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Döbeln Schlägerei in Roßweiner Flüchtlingsheim – Landrat Matthias Damm schockiert
Region Döbeln Schlägerei in Roßweiner Flüchtlingsheim – Landrat Matthias Damm schockiert
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14:19 21.06.2016
Mittelsachsens Landrat Matthias Damm zeigt sich nach den gewalttätigen Vorfällen im Roßweiner Asylheim schockiert. Quelle: Dirk Wurzel
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Roßwein

Die gewalttätigen Ereignisse in der Roßweiner Asylunterkunft haben im Landratsamt Mittelsachsen Entsetzen ausgelöst. „Wir sind über den Vorfall mehr als schockiert und verurteilen die Geschehnisse. Unabhängig von den zu ermittelnden Ursachen, hat es derartige Auseinandersetzungen nicht zu geben“, erklärt Mittelsachsens Landrat Matthias Damm (CDU). Das Landratsamt (LRA) ist als Behörde dafür zuständig, Asylbewerber in den Unterkünften des Kreises unterzubringen.

Bereits am Sonntagabend reagierte das LRA und nahm 15 Personen aus dem Roßweiner Heim heraus und brachte sie in anderen Einrichtungen des Landkreises in Flöha, Waldheim und Döbeln unter „Darunter waren auch Familien und Kinder“, so Kreissprecher André Kaiser. Das LRA kann den Sachschaden kann noch nicht beziffern. Beschädigt sind laut André Kaiser beispielsweise Türen, Fenster, Schränke und Tische. Im Roßweiner Heim leben derzeit etwa 150 Menschen. Sie stammen unter anderem aus Syrien, Afghanistan, Kosovo, Pakistan, Marokko, Albanien, Indien, Somalia, Mazedonien.

Auf rechten Facebook-Seiten im Internet wird bereits behauptet, dass es sich bei den Gewalttätigkeiten um eine Messerstecherei gehandelt habe. Das kann die Polizei aber derzeit nicht bestätigen. „Bisher ist klar, dass mit verschiedenen Gegenständen aufeinander losgegangen wurde. Ob dabei auch Messer im Spiel waren, ist Gegenstand weiterer Ermittlungen“, sagt Polizeisprecherin Jana Kindt auf Nachfrage der Döbelner Allgemeinen Zeitung.

Von Dirk Wurzel

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