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„Schlafender Polizist“ soll von Siedlungsstraße wieder verschwinden

Gleisberg „Schlafender Polizist“ soll von Siedlungsstraße wieder verschwinden

Der Huckel soll wieder weg. Das fordern vor allem Anwohner der hinteren Siedlungsstraße in Gleisberg. Mit dem Huckel ist eine etwa 20 Zentimeter hohe Aufpflasterung gemeint, die zur Verkehrsberuhigung beitragen soll. Die Geschwindigkeit ist in dem Bereich auf 30 Kilometer pro Stunde begrenzt.

„Schlafender Polizist“ auf Gleisberger Siedlungsstraße.

Quelle: Olaf Büchel

Gleisberg. Der Huckel soll wieder weg. Das fordern vor allem Anwohner der hinteren Siedlungsstraße in Gleisberg. Mit dem Huckel ist eine etwa 20 Zentimeter hohe Aufpflasterung gemeint, die eigentlich zur Verkehrsberuhigung in der Siedlung beitragen soll. Die Geschwindigkeit ist in dem Bereich auf 30 Kilometer pro Stunde begrenzt.

Der so genannte „Schlafende Polizist“ ist aber nicht gern gesehen. Zumindest bei den Bewohnern, die mehrmals am Tag ganz vorsichtig darüber hinweg schleichen müssen. Also bei jenen, die am hinteren Teil der Siedlungsstraße wohnen, die in einer Sackgasse mündet. Bereits bei der Ortschaftsratssitzung im März hatten einige der Bürger den Rückbau des Huckels gefordert, der sich direkt am Abzweig Siedlungsstraße/Goldenes Rändchen befindet. Eine Vor-Ort-Begehung war deshalb anberaumt worden. Diese erfolgte Mitte April. Mehrere Anwohner, Roßweins Bürgermeister Veit Lindner (parteilos), Ortschaftsrätin Evelyn Weidler und Ortvorsteher Bernd Handschack (CDU) nahmen daran teil. „Bei der Begehung legten die Anwohner eine Liste von 27 Unterzeichnern vor, die sich für die Beseitigung des Pflaster-Huckels aussprechen“, sagt Ortsvorsteher Bernd Handschack. Nach sachlicher Diskussion hat der Bürgermeister schließlich versprochen, den „Schlafenden Polizisten“ bis Ende dieses Jahres zu entfernen, informiert Handschack.

Was der Ortsvorsteher keinesfalls bestätigen kann, ist der Vorwurf eines Gleisbergers, wonach Bürgermeister Veit Lindner den Huckel willkürlich bauen ließ. Handschack: „Das stimmt auf keinen Fall. Die Aufpflasterung erfolgte im Jahr 2012, nach dem es massive Beschwerden von Bürgern gegeben hatte, dass sich Kraftfahrer nicht an das 30er-Gebot halten würden. Es hat Raser dort gegeben.“ Es habe auch den Wunsch gegeben, dagegen vorzugehen. „Die Stadt halst sich doch keine zusätzlichen Kosten mit so einer Baumaßnahme auf, wenn das gar keiner gewollt hätte“, erklärt Handschack. Die Knackpunkte dabei: Heute scheint keiner mehr richtig zu wissen, wer die Verkehrsberuhigung damals forderte. Auch der Ortschaftsrat war offensichtlich nicht einbezogen worden, wie Evelyn Weidler feststellte.

Die Unterzeichner der Liste dürften nach der Zusage des Bürgermeisters zufrieden sein. Für den Fall, dass sich das Blatt nach Beseitigung des Huckels doch noch mal wenden sollte und die Befürworter einer Verkehrsberuhigung wieder auftauchen, macht Handschack allerdings eine klare Ansage: „Wenn das Ding weg ist, kommt dort nie wieder eines hin.“

Die komplette Sperrung der Gleisberger Hauptstraße wegen Brückenbauarbeiten am Abzweig zum Feuerwehrgerätehaus war den Einwohnern für dieses Jahr angekündigt worden. Doch das Ganze verschiebt sich. „Nach Informationen des Landratsamtes sind die vorbereitenden Abstimmungen mit Anliegern und Versorgungsunternehmern langwieriger als angenommen. Deshalb soll dieses Jahr zwar noch die Ausschreibung und Vergabe der Bauleistung erfolgen, der Start der Bauarbeiten aber erst im Frühjahr 2018 sein“, sagt Handschack. Das hat den Vorteil, dass es keine Baustelle und auch keine Umleitung über die Wintermonate geben wird.

Von Olaf Büchel

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