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Döbeln Schmalster Bahnhof Sachsens wird wieder schick
Region Döbeln Schmalster Bahnhof Sachsens wird wieder schick
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00:32 14.09.2015
Der wahrscheinlich schmalste Bahnhof Sachsens steht in Waldheim und bekommt eine Frischekur. Diese sollen ab Montag die Mitarbeiter der Hoch- und Ausbaugesellschaft Waldheim besorgen. Quelle: Dirk Wurzel
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Auch die Uhr soll wieder ihren Platz in der Spitze des Giebels dieses Porticus finden. Barrierefrei wird der Zugang zu den Gleisen trotz intensiver Bemühungen der Stadt aber leider nicht. Entsprechende Verhandlungen mit der Bahn führten nicht zum gewünschten Ergebnis.

"Die Bahn sah angesichts der Belegungszahlen keine Notwendigkeit für einen barrierefreien Zugang", fasste Waldheims Bauamtsleiter Michael Wittig das Ergebnis dieser Verhandlungen zur jüngsten Sondersitzung des technischen Ausschusses des Waldheimer Stadtrates zusammen. Das heißt: Es steigen zu wenig Fahrgäste in Waldheim ein und aus, um den Zugang zu den Bahnsteigen so gestalten zu müssen, damit auch Rollstuhlfahrer und Menschen, die nicht so gut zu Fuß sind, diese ohne fremde Hilfe erreichen können.

Der technische Ausschuss kam jüngst zur Sondersitzung zusammen, um den Bauauftrag für die Sanierung des Porticus zu vergeben. Dieser ist rund 89 000 Euro schwer und umfasst die Sanierung des Porticus sowie die des Durchgangs und die Teilsanierung des Nebengebäudes. Die Mitglieder des technischen Ausschusses vergaben den Auftrag an die Hoch- und Ausbaugesellschaft Waldheim. Die Arbeiten an den Porphyrelementen sollen dieselben Steinmetze ausführen, die bereits am und im künftigen Stadt- und Museumshaus (Napoleonhaus) tätig waren. Bis Mitte Oktober sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dann sieht der Waldheimer "Restbahnhof" wieder schick aus. "Es ist fast so, als habe es die Halle dahinter nie gegeben, man hat sie jedenfalls nicht wahrgenommen", sagt Bauamtsleiter Michael Wittig über den Eindruck, den der stehengebliebene Porticus jetzt vermittelt. Es dürfte außerdem das schmalste Bahnhofsgebäude des Landkreises, wenn nicht gar des Freistaates sein. Der Bauamtsleiter machte den Stadträten im technischen Ausschuss auch Hoffnung, dass die Uhr wieder an ihren angestammten Platz kommt.

Das jetzt alles so Knall auf Fall gehen und der technische Ausschuss zur Sondersitzung schreiten musste, liegt laut Michael Wittig an der Landesdirektion Sachsen, die über die Fördermittel wacht. "Die Behörde macht Druck zur Vollendung der Maßnahme, die wir im dritten, spätestens im vierten Quartal abgerechnet haben müssen".

Aus der Döbelner Allgemeinen Zeitung vom 12.09.2015

Dirk Wurze

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