Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln „Schnell wie die Feuerwehr“ dank Chef Fichtner
Region Döbeln „Schnell wie die Feuerwehr“ dank Chef Fichtner
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:00 26.09.2018
Geschäftsführer Stefan Fichtner (Zweiter von links) wird auf dem Firmengelände seines Betriebs von Wehrleiter René Greif, Marcel Birkner vom Kreisfeuerwehrverband sowie Harthas Bürgermeister Roland Kunze (von links nach rechts) mit Plakette und Urkunde ausgezeichnet. Quelle: Foto: Freiwillige Feuerwehr Hartha
Hartha

Noch liegt die signalrote Plakette im Schrank, bald soll sie aber gut sichtbar am Empfang angebracht werden und die „Fichtner Nutzfahrzeuge GmbH“ als „Partner der Feuerwehr“ ausweisen. Mitte September bekam Stefan Fichtner, der Inhaber des Reparatur- und Wartungsbetriebs, die Plakette zur Eröffnung des neuen Firmengeländes im Harthaer Gewerbepark überreicht.

Vier Mitarbeiter bei der Wehr

Vier seiner insgesamt zwölf Mitarbeiter sind für die Freiwillige Feuerwehr in Hartha und in den Nachbargemeinden aktiv. Dass sie Beruf und Ehrenamt kombinieren können, haben sie ihrem Chef zu verdanken: Wenn ihr Piepser im Dienst angeht, dürfen die Kollegen losflitzen. „Die sind schneller weg, als sie gucken können“, erzählt Stefan Fichtner mit einem Lachen.

Auch Fortbildungen oder reguläre Dienste werden mit dem Betriebsplan in Einklang gebracht, das sei alles eine Frage der Kapazitäten, betont Fichtner. „Wenn sie donnerstagabends Treffen haben, dürfen Sie zum Beispiel eine Stunde früher los.“ Geht ein Einsatz bis spät in die Nacht, dürfen sich die Kollegen etwas länger ausschlafen. Was die Feuerwehrleute geleistet haben, könne er dann am nächsten Tag ja in der Zeitung lesen, scherzt Fichtner.

Arbeit bei der Wehr honorieren

Die vier Feuerwehrmänner sind allesamt als Kfz-Mechaniker tätig – wenn einer von ihnen mit Blaulicht unterwegs ist, müssen die anderen Mitarbeiter die Arbeit auffangen. „Es kann schon mal vorkommen, dass wir nur mit halber Kraft arbeiten können, zum Beispiel bei Hochwasser oder Stürmen, wo auch mal alle vier fehlen – dann müssen die Kollegen eine Schippe drauflegen.“

Schon seit mehreren Jahren komme Fichtner den Kameraden mit Flexibilität entgegen, hebt Harthas Wehrleiter René Greif hervor. Auf seine Initiative hin zeichnete der Feuerwehr-Landesverband den Betrieb mit der Plakette aus.

Dem Firmenchef selbst ist es wichtig, die Arbeit seiner Mitarbeiter und der Freiwilligen Feuerwehr zu honorieren. „Wenn ich mich aus Zeitgründen selbst nicht einbringen kann, ist das eben meine Form der Unterstützung für die Region. Natürlich hilft es mir auch, mich als attraktiver Arbeitgeber präsentieren.“

Harthas Bürgermeister Roland Kunze (parteilos), der Fichtner bei der Einweihung der Firmenzentrale in der Fröndenbergerstraße zusammen mit der Wehrleitung überraschte, weiß den Beitrag des Kfz-Meisters zu schätzen. „Es ist toll, dass wir hier vor Ort einen engagierten Betrieb mit moderner Technik haben, der auch junge Leute begeistern kann.“ Schon seit mehr als zwanzig Jahren warte die Werkstatt außerdem den Fuhrpark der Feuerwehr.

Fichtners Firma ist nun einer von rund 50 „Partnern der Feuerwehr“ in Sachsen und derzeit der einzige Betrieb aus Hartha. Man habe aber weitere Unternehmen im Auge, äußerte sich Wehrleiter Greif vielversprechend.

Von Maximilian König

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In Ostrau floriert das Baugeschäft: Anfang Oktober wird das neue Feuerwehrdepot in Angriff genommen, der Sportplatz folgt wenige Wochen später. Beim Breitbandausbau ist die Telekom schon an der Arbeit. Nur beim Jahnatalradweg zwischen Jahna und Pulsitz klemmt es noch.

26.09.2018

Das Lasuv gleicht in Roßwein an der Ecke Markt und anschließend am Brückenplatz zu steile Gehwege aus. Für die problematischste Reklamation der Stadt Roßwein gibt es immer noch keine Lösung.

26.09.2018

Monika Petrova liebt ihr Akkordeon über alles. Die Bulgarin war fast 30 Jahre auf Tournee unterwegs – auch in Deutschland. Nun ist sie mit ihrer Familie hergezogen und arbeitet als Lehrerin an der Musikschule Mittelsachsen. Das Energiebündel, das in Bulgarien einen Musikkindergarten gründete, reist dafür durch den ganzen Kreis.

26.09.2018