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Döbeln Schnelles Internet für 2700 Haushalte
Region Döbeln Schnelles Internet für 2700 Haushalte
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01:31 02.06.2018
Mehr Tempo für Roßwein: Hendrik König von der Telekom (li.) und Bürgermeister Veit Lindner unterzeichneten den Partnerschaftsvertrag fürs schnelle Internet. Quelle: Foto: Sven Bartsch
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Rosswein

2700 Haushalte in Roßwein und den Ortsteilen dürfen sich freuen: Voraussichtlich ab Ende Dezember können sie schnelles Internet nutzen. Die Telekom baut ihr Netz aus, jetzt unterzeichneten Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) und Hendrik König, Regiomanager im Infrastrukturvertrieb der Telekom im Landkreis Mittelsachsen den dazu gehörigen Partnerschaftsvertrag.

„Ein schöner Termin“, freute sich Veit Lindner. „Ein schneller Internetanschluss ist heute ein Muss. Nur die Kommune, die eine moderne digitale Infrastruktur besitzt, ist auch attraktiv für Familien und Unternehmen.“ Die Stadt wird die Telekom, die in den Ausbau 100 Prozent eigene Finanzmittel investiert, bei den erforderlichen Baumaßnahmen behördlicherseits unterstützen. Kosten entstehen der Kommune in dieser sogenannten Ausbaustufe 1 nicht.

Für das neue Netz verlegt die Telekom zirka zehn Kilometer Glasfaserkabel, 21 Verteiler werden entweder aufgestellt oder aufgerüstet. Tiefbauarbeiten sind nur partiell erforderlich. Die Telekom nutzt vorhandene Rohranlagen im Ausbaugebiet, um Glasfaserkabel zu verlegen. Momentan, so Hendrik König, befinde man sich für Roßwein in der Feinplanung. Ende Juni ist Baubeginn, Ende Oktober, Anfang November sollen die Kabelarbeiten abgeschlossen sein, Das bedeutet, dass Ende Dezember für alle Kunden im Ausbaugebiet die Inbetriebnahme erfolgen könne. Dafür muss sich jeder bei seinem jeweiligen Vertriebspartner melden und einen entsprechenden Vertrag abschließen, denn nur Kunden, die das schnelle Internet auch wollen, werden zugeschaltet. Das Ausbaugebiet umfasst große Teile von Roßwein, sowie Gleisberg, Haßlau, Littdorf, Seifersdorf, Wettersdorf und Wetterwitz.

Schon jetzt ist schnelles Internet im Roßweiner Stadtgebiet und in verschiedenen Ortsteilen verfügbar. 1200 Haushalte können seit April 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) nutzen. Bereits erschlossen sind etwa Mahlitzsch, Niederstriegis, Niederforst, Grunau und auch Otzdorf ist bereits ertüchtigt. Zusammen mit den jetzt folgenden 2700 Haushalten sind es dann etwas mehr als Dreiviertel der Einwohner, die nicht mehr mit weniger als 6 oder maximal 16 MBit/s auskommen müssen. Welchen Bereich die Telekom auf ihre Kosten erschließt, ist eine Frage der Wirtschaftlichkeit. Das Gewerbegebiet oder beispielsweise der Ortsteil Ossig genauso wie die Margarethenmühle gehören nicht dazu. Doch auch diese Bereiche sollen in den nächsten anderthalb Jahren mit schnellem Internet ausgerüstet werden. Dafür sind dann mehrere Kilometer Tiefbauarbeiten erforderlich. Diese Kosten sollen über die vom Bund zugesicherten Fördermittel gedeckt werden, die erforderlichen zehn Prozent Eigenanteil für die Kommune verspricht das Land Sachsen der Kommune zur Verfügung zu stellen.

Eine weitere Ausbaustufe sieht vor, in den nächsten Jahren Glasfaserkabel vom Verteiler bis in jedes Haus zu verlegen, das heißt, die jetzt anliegenden Kupferkabel zu ersetzen. Dann sollen Geschwindigkeiten bis zu 250 MBit/s möglich werden. Dafür müssen Gehwege und Straßen erneut aufgerissen werden, was einen riesigen Bedarf an Tiefbaukapazitäten mit sich bringt.

Wer wissen möchte, ob in seinem Gebiet schnelles Internet anliegt, kann eine Verfügbarkeitsabfrage unter www.telekom.de/schneller starten.

Von Manuela Engelmann

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