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Döbeln Schnelles Internet funkt jetzt in Höfchen
Region Döbeln Schnelles Internet funkt jetzt in Höfchen
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16:09 16.03.2018
Jan Bretschneider ist einer der beiden Chefs von Misaxnet. Hier installiert er in Höfchen die Technik fürs Richtfunk-Internet. Quelle: privat
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Kriebstein

David Nölte ist froh. Endlich hat seine Waldheimer Firma Misaxnet den Höfchenern das schnelle Internet gebracht. Ganz ohne Fördergeld und Machbarkeitsstudie installierte David Nölte zusammen mit seinem Kompagnon Jan Bretschneider am Mittwoch die Übertragungstechnik in luftiger Höhe. „Eigentlich war die Fertigstellung bereits für Dezember geplant. Aber da spielte das Wetter nicht mit“, sagt der Richtfunk-Experte. So mussten die Kunden im Kriebsteiner Ortsteil noch etwa drei Monate warten. Nun haben sie eine Bandbreite von 50 Megabit pro Sekunde anliegen.

Hoch hinaus ging es am Schornstein des ehemaligen Heizhauses des Hotels in Höfchen, um die Richtfunktechnik zu installieren. Damit steht ab sofort eine Bandbreit von 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung. Quelle: privat

Mit dem Hotel am Kriebsteinsee ist bereits der erste Kunde am Netz. Für das Richtfunk-Internet nutzt Misaxnet den Schornstein des ehemaligen Heizhauses des Hotels in Höfchen als Antennenträger. Weil die Höfchener wahrscheinlich bis knapp vor den Sankt Nimmerleinstag auf schnelles Kabelinternet hätten warten müssen, entschied sich die Gemeinde, den Auftrag für die Versorgung via Richtfunk auszuschreiben. Misaxnet bekam den Zuschlag. Richtfunk ist nicht mit Mobilfunkinternet, wie etwa LTE vergleichbar. Die Übertragungsrate bleibt immer gleich, egal wie viele Nutzer am Netz hängen. Bei LTE und Co. wird das Internet langsamer, wenn sich mehr Leute einwählen.

Machbarkeitsstudie beauftragt

Um herauszufinden, wie es in der Gemeinde um das leitungsgebundene Internet konkret steht, ist nun mit Zustimmung der Gemeinderäte das Mügelner Planungsbüro Pla.net mit der entsprechenden Marktanalyse beauftragt worden. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 25.700 Euro, die komplett aus dem Fördermitteltopf bezahlt werden. „Mittlerweile haben sich einige Bürger und Firmen im Gemeindegebiet gemeldet, dass es trotz der Versprechen der Telekom Orte gibt, an denen keine 50 MBit anliegen“, wird die Lage in der entsprechenden Beschlussvorlage zusammengefasst. Für Gemeinderat Ronny Kroll (Freie Wähler) ist das kein akzeptabeler Zustand. „In anderen Städten wird schon 1 Gigabit angeboten. Aber wir sind hier nun mal auf dem Land. Das Internet ist damit für viele Unternehmen das Medium der Wahl“, so Kroll. „100 Prozent Förderung für 100 Prozent Glasfaser“, kündigte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) zuletzt an und ebnete damit den Weg für Kriebstein, trotz knapper Kasse den Breitbandausbau voranzutreiben

Von Dirk Wurzel & André Pitz

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