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Döbeln Schönberger Kameraden fahren künftig MAN: Stadt übergibt neues Löschfahrzeug
Region Döbeln Schönberger Kameraden fahren künftig MAN: Stadt übergibt neues Löschfahrzeug
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Ein neues Auto, das hoffentlich selten unterwegs ist: Die Kameraden der Schönberger Feuerwehr freuen sich über ihr neues Löschfahrzeug. Quelle: Sven Bartsch
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Schönberg

Die Kindergruppe der Schönberger Feuerwehr begrüßte das neue Feuerwehrfahrzeug mit einem Theaterstück, in dem schon Männer mitgespielt haben, die ihre Großväter sein können: Steffen Blech zum Beispiel oder Gunther Marle, beides noch aktive Kameraden in der Schönberger Ortswehr. Steffen Blech spielte Hugo Leichtsinn und Gunther Marle einen Brandschutzhelfer. Das Stück um eine Frau, die Brandschutzfragen auf die leichte Schulter nimmt, hatte die Gudrun Henker 1964 anlässlich des 25. Geburtstages der Schönberger Ortswehr geschrieben. Damals war sie Lehrerin in Waldheim. Nun, 53 Jahre später, spielt die Enkelgeneration Theater für den Ersatz eines Löschfahrzeuges, das mit seinem Baujahr 1973 ebenfalls schon (fast) zur Opa-Generation gehörte. Dabei waren die Kameraden im Waldheimer Ortsteil sehr froh, als sie es vor 15 Jahren für etwa 1200 Euro von der Wehr in der Partnergemeinde Schönberg in Schleswig-Holstein kaufen konnten, wie Dietmar Linhart den Gästen erzählte, die zur kleinen Feier vorm Gerätehaus gekommen waren. Stadträte waren darunter, Kameraden der Wehren aus den Nachbargemeinden, wie Kriebstein und Hartha, der CDU-Landtagsabgeordnete Sven Liebhauser und natürlich die Feuerwehrleute aus Schönberg/Schleswig Holstein. Das Festzelt hatten die Kameraden gleich stehen lassen, den am Donnerstag war Familienfest.

Dietmar Linhart war es auch, der mit dem guten Stück von Mercedes 308 – die Kameraden hatten es in 200 Arbeitsstunden ordentlich aufgemöbelt – die symbolische letzte Fahrt absolvierte, natürlich mit Blaulicht und Martinshorn. Etwas lauter tönte die Sirene des neuen Mittleren Löschfahrzeugs, das die Schönberger Feuerwehrleute jetzt ihr Eigen nennen. „Viele Bürgermeistertermine sind Pflicht – der heutige ist eine Kür“, sagte Waldheims Bürgermeister Steffen Ernst (FDP), bevor er dem Schönberger Wehrleiter Sebastian Blech symbolisch den Schlüssel für das neue rote Auto übergab. Sechs Mann haben darin Platz, der Tank fasst 1000 Liter. „Mit 220 PS kommen wir unsere Berge immer rauf“, sagte Sebastian Blech. 164 000 Euro hat das neue Auto gekostet. 99 000 Euro hat der Landkreis als Fördergeld dazu gegeben. „Dafür möchte ich Danke sagen“, sagte Bürgermeister Ernst in Richtung Kreishauptstadt Freiberg.

Das neue Löschfahrzeug ist übrigens mit dem Segen des Herrn unterwegs. Diesen gab sein Waldheimer irdischer Stellvertreter, Pfarrer Reinald Richber.

Von Dirk Wurzel

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