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Döbeln Schönerstädter Schützenkönigin verschont Schwarzkittel
Region Döbeln Schönerstädter Schützenkönigin verschont Schwarzkittel
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00:31 08.07.2015
Die amtierende Schützenkönigin Kathrin Suhr (vorn auf dem Kutschbock) und der Schützenkönig wurden traditionell mit der Pferdekutsche abgeholt. Quelle: Natasha G. Allner
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Gute Stimmung herrschte trotz tropischer Temperaturen. Auf ein mögliches Wärmegewitter war man vorbereitet: "Das gehört bei uns schon dazu", hieß es augenzwinkernd und in Erinnerung an mindestens einen Gewittersturm, bei dem das Partyzelt nur durch aktive Manneskraft festgehalten werden konnte.

Schulterschluss zeigte die Dorfgemeinschaft auch bei der Vorbereitung des Festes. Rainer Goldammer, Mitorganisator und Jäger, erklärte: "Ohne die Gemeinschaft ginge gar nichts. Wir hätten das Fest fast verschieben oder ausfallen lassen müssen, dann ging alles sehr kurzfristig. Seit Mai konnte endlich geplant werden. Der Abwasserzweckverband Leisnig hatte hier Anfang des dritten Quartals zu bauen begonnen, wir konnten uns aber den Festplatz und eine der Zufahrten sichern."

Gegen die starke Sonneneinstrahlung wurden mehr Zelte und Sonnenschirme als gewöhnlich aufgestellt. Obwohl kein Lüftchen wehte, gab es beim Schießen mit der Armbrust auf die Wildschwein-Scheibe zahlreiche Fehlversuche beziehungsweise wenige Ringe. Lag es an der Hitze oder daran, dass die Schönerstädter Armbrust "nur" einmal im Jahr zum Einsatz kommt, wer weiß. Selbst die amtierende Schützenkönigin Kathrin Suhr und Kronenträger Tobias Reim landeten kaum nennenswerte Treffer. Rainer Goldammer, der die Armbrust Tage zuvor eingeschossen hatte, schmunzelte: "Die Königin hat das Schwein geschont."

Das Königspaar war zu Beginn der Festveranstaltung mit dem Pferdegespann von Udo Böhme abgeholt worden. Als Gespannführer verdingte sich wie die Jahre zuvor Wilfried Voigtländer, der dafür sorgte, dass beide Rösser nach dem Einsatz schnell wieder in den Schatten kamen. Am Ende des Armbrustschießens hieß das neue Schönerstädter Königspaar Kathrin Fischer (mit 25 Ringen) und Christoph Weber (mit 29 von 30 möglichen Ringen). Der neue Schützenkönig musste während eines Stechens ermittelt werden. Weber hatte dabei den "alten Hasen" Bernd Wölk auf den Rang verwiesen. "Ausgestochen", flunkerte Wölk, nahm es gelassen und schob die Sache auf das unerbittlich stechende Zentralgestirn. Auch Gäste durften sich an der Armbrust ausprobieren. Im Kampf um die meisten Ringe lag schließlich Christian Knauer mit 29 Zählern vorn. Der gebürtige Schierscher ließ den Sieg quasi im Herkunftsort, nahm aber seine Prämie - eine Rehkeule - mit nach Hause.

Für ein gelungenes Rahmenprogramm sorgten darüber hinaus unter anderem die Milkauer Schalmeien, eine Modenschau zum Thema "Vom Mittelalter bis zur Jahrhundertwende" sowie ein angemeldetes Höhenfeuerwerk.

Natasha G. Allner

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