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Döbeln Schrebitz setzt auf Glasbausteine aus der DDR
Region Döbeln Schrebitz setzt auf Glasbausteine aus der DDR
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00:33 26.06.2015
Zahlreiche Glasbausteine an der Schrebitzer Turnhalle sind defekt. Quelle: N. G. Allner
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Am kleinen Eingang um die Ecke befindet sich noch einmal ein solches Glasbausteine-Feld. Diese Fenstersteine, obwohl die Glaswände recht dick sind, sind nicht mehr unversehrt. Risse und Löcher sind zu sehen, Scherben liegen verstreut. Vermutlich sind zahlreiche Glas-Steine mutwillig zerstört worden. "Die Zerstörung ist über Jahre passiert. Aber ersetzt werden müssen die Elemente, denn Wasser dringt ein und durch den Frost im Winter schreitet die Zerstörung weiter voran", erklärt Dirk Petermann.

Häufig verwendete man solche Glasbausteine in den 1960/70er Jahren bei Außenwänden von Treppenhäusern. Heute werden sie besonders als gestalterisches Mittel wiederentdeckt. Zirka 40 der Quader an der Turnhallenfassade müssen ausgetauscht werden, schätzt der Schrebitzer Ortsvorsteher. Er hatte, um Kosten der Neuanschaffung zu minimieren, die Idee, nach Restbeständen zu fahnden. Auf der Internetseite der Gemeinde Ostrau wurde deswegen ein Aufruf gestartet: "An der Turnhalle in Schrebitz wurden auch durchsichtige Glasbausteine verbaut. Einige dieser sind defekt und müssen erneuert werden. Diese Glasbausteine werden nicht mehr hergestellt. Darum wende ich mich an die Bürger. Wer noch Glasbausteine zu Hause hat und diese entbehren kann, wendet sich bitte an seinen Ortschafts- oder Gemeinderat", hieß es da.

Laut Petermann meldeten sich drei bis fünf Leute. Die meisten von ihnen waren im Besitz von Steinen, deren Größe nicht der gesuchten entsprachen. Einer hatte die Passenden in der Abmessung von 19 mal 19 Zentimetern. "Der Spender hat uns 50 solcher Steine zur Verfügung gestellt, nachdem er in Döbeln ein Grundstück beräumt hat. Das Material ist mittlerweile abgeholt und sicher eingelagert", so Petermann weiter. Der Ortsvorsteher weiß aber noch nicht, in welchem Zeitrahmen und von wem die Reparaturen letztendlich übernommen werden, denn zum einen brauche es dafür wohl einen Fachmann, zum anderen befindet sich das Gebäude noch im Eigentum der Kommune.

Nach der Ausbesserung blieben zehn bis fünfzehn Steine in Reserve. Dirk Petermann: "Das ist nicht viel. Wir suchen also weiter - aber nur in der richtigen Größe." nga

Allner, Natasha

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