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Döbeln Schüler entdecken auf Erlebnisparcours ihre Stärken
Region Döbeln Schüler entdecken auf Erlebnisparcours ihre Stärken
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16:27 28.08.2018
Auch diese Oberschüler der Döbelner Holländerschule suchten im Welwel nach ihren Stärken. Quelle: Sven Bartsch
Döbeln

Lothar Beier redet bei der Begrüßung der Schülerinnen und Schüler nicht um den heißen Brei herum: „Die Zahl der Menschen im Landkreis geht immer weiter zurück. Deshalb brauchen wir euch hier in Mittelsachsen. Ihr seid hier geboren und aufgewachsen. Und wir möchten, dass ihr auch hier bleibt, eure Ausbildung macht, einen Beruf ergreift.“ Die Worte des ersten Beigeordneten des Landrates hinterlassen Eindruck. Sie sind nicht an vielleicht noch unentschlossene Zehntklässler gerichtet, sondern an Schüler aus siebten und achten Klassen der Region. Die berufliche Orientierung soll frühzeitig greifen.

„Du kannst mehr, als du bislang weißt“

Die Mädchen und Jungen aus 13 Schulen kommen mit Bussen ins Sport- und Freizeitzentrum Welwel oder zu Fuß, wenn sie aus Döbeln sind. Dort können sie auf einem über 500 Quadratmeter großem Erlebnisparcours ihre Stärken entdecken. „Du kannst mehr, als du bislang weißt!“ Das ist die zentrale Botschaft des Projektes, das den Namen „Komm auf Tour – meine Stärken, meine Zukunft“ trägt, das am Dienstag startete, über drei Tage läuft und vom Landkreis, der Arbeitsagentur und vom Freistaat Sachsen gemeinsam initiiert ist. Insgesamt beteiligen sich 600 Schülerinnen und Schüler aus den Oberschulen des Altkreises Döbeln und allen Förderschulzentren des Landkreises.

Sich testen im Zeittunnel oder Labyrinth

Der Parcours hat insgesamt sechs Stationen. Am „Reiseterminal“ erfolgt die Begrüßung, es gibt einen Zeittunnel, ein Labyrinth, eine sturmfreie Bude und eine Bühne für szenisches Arbeiten. Cindy, Paul, Virginia und ihre Mitschüler von der Oberschule Döbeln sind mit Eifer bei der Sache. Die Jugendlichen lösen gestellte Aufgaben und erhalten dafür Stärkepunkte. Der eine geht gern mit Technik um, die andere mag Tiere und Pflanzen. Bei der Auswertung erfahren sie, welche Tätigkeiten und Berufsfelder zu ihren Stärken passen.

Schulen sind wichtiger Partner

„Die Schulen sind für uns bei der Berufsberatung ein ganz wichtiger Partner. Ohne sie ist es schwer, an die Jugendlichen heranzukommen. Dieses Projekt ist eine gute Möglichkeit, erste Kontakte zu knüpfen, Impulse zu setzen und diese in der Folgezeit auszubauen“, erklärt Jens Burow, Geschäftsführer Operativ der Arbeitsagentur Freiberg. Neu in diesem Schuljahr ist laut Burow, dass die Agentur die Berufsorientierung jetzt auch in die Gymnasien trägt. Die Abbrecherquoten seien bekannt und wenn sich jemand dazu entscheidet, doch nicht zu studieren, dann könne die Arbeitsagentur mit einer Beratung bei der Ausbildungs- und Berufswahl helfen. Jens Spreer von der Wirtschaftsförderung des Landkreises verweist darauf, wie wichtig Netzwerkarbeit und Kooperationen auf diesem Gebiet sind: „Alleine geht gar nix mehr. Wir arbeiten zum Beispiel auch mit Jugendclubs und der Diakonie zusammen.“ Weitere wichtige Bausteine für die Berufsorientierung sind die im Landkreis anstehenden Ausbildungsmessen „Schule macht Betrieb“ sowie die Tage der offenen Unternehmen im nächsten Frühjahr. Jens Burow: „Die allerersten Berufsberater für die Kinder sind aber ihre Eltern.“

Eltern auch auf dem Parcours

Über den Erlebnisparcours hinausgehend fördert „Komm auf Tour“ deshalb die Zusammenarbeit von Schulen, Eltern sowie Partnern der Berufsorientierung. Die Lehrkräfte hatten dazu bereits vorigen Mittwoch einen Workshop und erhalten weitere Anregungen, um die Themen in der Schule nachhaltig zu vertiefen. Die Mütter und Väter der teilnehmenden Jugendlichen erfahren an einem Informationsabend im Erlebnisparcours, wie sie ihre Tochter oder ihren Sohn bei dem Prozess der Berufswahl und Lebensplanung bis zum Schulabgang konkret unterstützen können.

Von Olaf Büchel

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