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Schulsozialarbeit mit fadem Beigeschmack

Pestalozzi-Oberschule in Hartha Schulsozialarbeit mit fadem Beigeschmack

Die befristete Ausschreibung der Schulsozialarbeiterstelle an der Pestalozzi-Oberschule in Hartha sorgt für Unmut in den Reihen der Stadträte. Auch die notwendige finanzielle Beteiligung der Stadt stößt negativ auf.

Ab dem neuen Schuljahr soll ein Schulsozialarbeiter an der Pestalozzi-Oberschule tätig werden.

Quelle: dpa

Hartha. Ab dem neuen Schuljahr soll es an der Pestalozzi-Oberschule in Hartha einen Schulsozialarbeiter geben (DAZ berichtete). Die Voraussetzungen dafür schafften auch die Harthaer Stadträte, die das Projekt in ihrer letzten Sitzung bestätigten. Bis jetzt konnte die Stelle noch nicht vergeben werden. Doch Matthias Heinz, Geschäftsführer der Kindervereinigung Leipzig, hatte am Mittwoch auf Nachfrage der Döbelner Allgemeinen Zeitung gute Nachrichten: „Es gibt mehrere Bewerber. Ab nächster Woche führen wir die entsprechenden Bewerbungsgespräche.“ Laut offizieller Ausschreibung ist die Stelle bis zum 31. Dezember 2017 befristet. „Die Befristung hängt mit der schrittweisen Umsetzung nach den sächsischen Richtlinien zusammen“, so Heinz weiter.

Stadt Hartha muss 8600 Euro zahlen

Zum Zeitpunkt der Ausschreibung fehlte beispielsweise noch der Beschluss des Harthaer Stadtrates zur Bereitstellung der erforderlichen Summe.Vor einer Woche fiel dieser Beschluss. Damit wird der erforderliche kommunale Anteil in Höhe von rund 8600 Euro für das Schuljahr 2017/2018 durch die Stadt Hartha bereitgestellt. Das entspricht 15 Prozent der im Förderprogramm des Freistaates ermittelten voraussichtlichen Gesamtkosten. Ursprünglich seien lediglich zehn Prozent seitens der Kommune zu tragen, fünf Prozent übernimmt der Träger. Ist der dazu nicht in der Lage, springt die Kommune ein. „Dass die Stadt Hartha das Geld nun für das gesamte Schuljahr beschlossen hat, ist eine gute Sache“, so Geschäftsführer Matthias Heinz. Ob der Bewilligungsbescheid des Landkreises Mittelsachsen ebenfalls vorliegt, prüft die Kindervereinigung Leipzig nun. „Ist das der Fall, passen wir den Arbeitsvertrag an. Dann wird die Befristung bis zum Ende des Schuljahres verlängert.“

CDU-Stadtrat Albrecht Günther kritisierte die Durchführungsbestimmungen der sächsischen Regierung, vor allem in Hinblick auf die Befristung der Stelle: „Die jungen Leute, die sich auf die Stelle bewerben könnten, weil sie den Anforderungen entsprechen, wollen vielleicht eine Familie aufbauen. Das ist mit einem befristeten Arbeitsvertrag und 30 Stunden pro Woche gar nicht möglich. Eine eigentlich schöne Sache wird so von vornherein ausgebremst.“

Abstimmungsprozesse laufen noch

Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos) hofft unterdessen, dass die Stelle des Schulsozialarbeiters ab dem Schuljahr 2018/2019 unbefristet vergeben werden kann. „Über Änderungen, insbesondere auch in Auswirkung aus der Schulgesetznovelle, kann noch nichts vermeldet werden, da die dazu notwendigen Abstimmungsprozesse sind noch nicht abgeschlossen sind“, erklärt Monika Pittasch, Pressesprecherin des Kommunalen Sozialverbandes (KSV) Sachsen, der als Bewilligungsbehörde für das Förderkonzept des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz fungiert. Und weiter: „Aktuell kann zu eventuell möglichen längerfristigen Förderzusagen beziehungsweise Förderzeiträumen keine Äußerung vorgenommen werden.“

Auch der Fakt, dass sich die Kommune an den Kosten beteiligen muss, stößt Albrecht Günther negativ auf: „Es wird im Gesetz gefordert, dass ein Schulsozialarbeiter an jeder Oberschule tätig werden soll. Dann muss das doch auch das Land bezahlen.“

Von Stephanie Helm

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