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Schulsport mal anders: Tanzlehrer heizt Technitzer Grundschülern ein

Rock’n’Roll statt Leichtathletik Schulsport mal anders: Tanzlehrer heizt Technitzer Grundschülern ein

Weil der Sportlehrer im Skilager war, übernahm Tanzlehrer Stanislav Kosiĉ von der Abteilung Rock’n’Roll des Döbelner Sport- und Tanzvereins des WelWel für einen Tag den Sportunterricht an der Grundschule Technitz. Dabei lernten die Schüler eine kleine Choreographie. Einige von ihnen wollen künftig sogar weitertanzen.

Stanislav Kosiĉ trainiert seit 2014 in Döbeln. Gestern begeisterte er die Grundschüler in Technitz und brachte ihnen eine kleine Choreographie bei.

Quelle: Sven Bartsch

Technitz/Döbeln. Sportunterricht auf eine ganz andere Art hatten die Grundschüler aus Technitz gestern. Statt Leichtathletik oder Mannschaftsspiele stand gestern Tanz auf dem Lehrplan. Zu Gast war Stanislav Kosiĉ, Tanzlehrer bei der Abteilung Rock’n’Roll des Döbelner Sport- und Tanzvereins des WelWel. Der 52-Jährige heizte den Erst- bis Viertklässlern ordentlich ein und entließ sie mit einer frisch erlernten Choreographie zurück in den Unterricht. Die Kooperation zwischen der Technitzer Grundschule und dem Tanzverein enstand zufällig: Tochter Marlene von Schulsekretärin Romy Reichenbach tanzt seit ihrem fünften Lebensjahr Rock’n’Roll in Döbeln. Weil Sportlehrer Gerd Missbach zu einem Skilager startete, sollte eine Vertretung her. Die Idee, den Tanzverein einzuladen, lag da förmlich auf der Hand.

Erst- bis Viertklässler lernen Choreographie

Je eine Dreiviertelstunde pro Klasse absolvierte Kosiĉ, mit den Grundschülern. Begonnen wurde mit der Erwärmung, damit die kleinen Tänzer aufgelockert ihre ersten Tanzschritte erlernen konnten. Schritt für Schritt machte Stanislav Kosiĉ, jede einzelne Übung vor. Die Knirpse beobachteten aufmerksam, was der erfahrene Tanzlehrer, der seit 2014 in Döbeln trainiert, vormachte. Schon nach wenigen Minuten stand die Choreographie, die einzelnen Tanzschritte waren verinnerlicht. Um die wirklich inne zu haben, wurde geübt – und das mit Musik. „Wenn die Musik losgeht, strahlen die Augen der Schüler“, bepbachtete Thorsten Hartwig. Der Geschäftsführer des Döbelner Sport- und Freizeitzentrums WelWel war selbst mit vor Ort und begeistert über die Leidenschaft, mit der Stanislav Kosiĉ, seine neuen Schützlinge ansteckte.

Unterstützung hatte der Tanzlehrer auch dabei: Die zwölfjährige Marlene Reichenbach half ihm, die Übungen vorzumachen, während er die Fortschritte der Grundschüler beobachten konnte. Die waren mit Feuereifer dabei, saugten wissbegierig jeden Tanzschritt auf. Und staunten nicht schlecht über die Kondition des 52-jährigen Tanzlehrers.

Schulleiterin Bärbel Turek schaute ebenfalls zu. Auch ihr entging die Faszination ihrer Schüler nicht. „Die Kinder sind begeistert. Erste Schüler haben schon mitgeteilt, dass sie am Tanzen dran bleiben wollen“, so die Schulleiterin zufrieden. Sie scherzte: „Sollten wir etwa eine Tanzschule eröffnen? Für unsere Mitarbeiter wäre so ein Kurs auch etwas.“

Fokus liegt auf Nachwuchsarbeit

WelWel-Geschäftsführer Thorsten Hartwig hofft, dass sich wirklich ein paar Kinder finden, die ernsthaftes Interesse zeigen. „Wir haben früher auf Leistung gepocht und uns auf unsere besten Tänzer konzentriert. Jetzt legen wir den Fokus auf die Nachwuchsarbeit, um eine gute Basis zu haben, auf die wir aufbauen können.“ Damit der ein oder andere kleine Tänzer den Weg ins WelWel findet, ließ Hartwig einige Flyer da. Dort wird ein Schnuppertraining für Kinder ab fünf Jahren beworben. Das findet immer montags von 16 bis 17 Uhr statt. „Wenn jemand längerfristig dabei bleibt, haben wir schon gewonnen.“

Von Stephanie Jankowski

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